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Prometheus und die Heilige Erde

Sie können ein Buchprojekt unterstützen, das einen Druckkostenzuschuss benötigt: »Prometheus und die Heilige Erde. Was uns der Mythos über die Gegenwart erzählt.«
Prometheus, der Empörer und Selbstermächtiger, steht für die Irrwege der Moderne. Er raubt das himmlische Feuer und bringt es auf die Erde. Das prometheische Feuer wird zum Ausgangspunkt aller Technologien, die dem Menschen die Herrschaft über die Erde verheißen, in Wahrheit aber die Grundlage seiner Existenz zerstören und seine Verehrung der mütterlichen Erde untergraben.
Durch das prometheische Feuer erwacht in der Seele des Menschen das Licht des Verstandes, das Tagesbewusstsein, das ihm zwar Erkenntnis der sichtbaren Welt bringt, ihn aber zugleich blind macht für die heiligen Mächte der Natur, denen er sein Dasein verdankt. Dankbarkeit und Demut gegenüber den Geschöpfen der Mutter Erde, gegenüber Pflanzen und Tieren, gegenüber den Mitmenschen, ist nicht Sache des Prometheus. Voller Hochmut wendet er sich von seinen Brüdern und Schwestern in Wald und Flur ab und misshandelt den Leib seiner Mutter. Die Erde ist ihm nicht mehr heilig, sondern ein profaner Boden, dem er rücksichtslos seine Schätze entreißt.
Prometheus steht für eine einseitige Aufklärung, die den Menschen auf Kosten der Natur emanzipiert und durch Wissenschaft und Technologie all jene sozialen und ökologischen Probleme verursacht, die uns heute über den Kopf zu wachsen drohen.
Wenn wir die Herausforderungen, vor die uns das moderne prometheische Bewusstsein stellt, bewältigen wollen, dann müssen wir uns jene Dimensionen des Lebens wieder in Erinnerung rufen, die wir auf unserem Weg in die technologische Welt, in den zerstörerischen Konsum und die erbarmungslose Konkurrenz hinter uns gelassen haben. Wir müssen uns jene Einsichten in den tiefen Lebenszusammenhang zwischen Mensch und Natur, Mensch und Kosmos wieder zu eigen machen, die noch heute in manchen naturreligiös geprägten, besonders indianischen Gemeinschaften, lebendig sind. Ein Leben im Einklang mit der Natur, ein Leben jenseits des Krieges, den wir mit ihr führen, ist möglich, vorausgesetzt, wir verändern und erweitern unser Bewusstsein. Nur wenn wir die spirituellen Dimensionen der Natur und ihrer Geschöpfe, die spirituelle Dimension unseres eigenen Lebens, wieder in unseren Alltag miteinbeziehen, wird uns dies gelingen. Von Wegen zu dieser neuen Naturbeziehung handelt das Buch: »Prometheus und die heilige Erde. Was uns der Mythos über die Gegenwart erzählt.«
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