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07.03.2010

Nicholas Goodrick-Clarke über die Esoterik des Abendlandes

Eine profunde Einführung in das Gebiet der Esoterikforschung und eine glänzende Zusammenschau ihrer Geschichte vermittelt Nicholas Goodrick-Clarke mit seinem jüngsten Buch »The Western Esoteric Traditions. A Historical...[mehr]

Rubrik: Esoterikforschung

27.02.2010

Die Antisekten-Bewegungen in USA und Frankreich

Ein immer noch lesenswerter Artikel von Massimo Introvigne. Neu in der Abteilung »Erweiterungen«: ein Grundsatzartikel von Massimo Introvigne zum sektiererischen Charakter der Antisektenbewegungen. Im Jahr 1999...[mehr]

Rubrik: Esoterikforschung, WebsiteNews

27.02.2010

Wesen und Erscheinung der Anthroposophie

Eine Einführung in differenzierte Urteilsbildung. In der Abteilung Erweiterungen wurde ein Grundsatz-Beitrag zur Frage: »Was ist Anthroposophie?« hinzugefügt.[mehr]

Rubrik: Grundlagen, WebsiteNews

22.02.2010

De Septem Secundeis

Neu in Quellen der Esoterik: Johannes Trithemius von Sponheim, Traktat über die sieben Zweitursachen, das heisst, Intelligenzen oder Geister, die nach dem Willen Gottes die Sphären bewegen. (Englisch).[mehr]

Rubrik: Quellen der Esoterik

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Das Projekt Anthroposophie

Das Projekt Anthroposophie, im Unterschied zu Philosophie und Theosophie, ist an das Werk und Wirken Rudolf Steiners (1861-1925) gebunden. Er hat dem Begriff der Anthroposophie zwischen 1902 und 1925 einen unverwechselbaren Inhalt gegeben. Jeder, der sich heute mit Anthroposophie auseinandersetzt, sei dies in Abgrenzung oder Zustimmung, muss sich mit dem Werk Steiners auseinandersetzen. Dieses hat im 20. Jahrhundert eine breite Wirkungsgeschichte entfaltet, zu der auch eine breit gefächerte kritische Rezeption gehört.

Wenn Anthroposophie hier als Projekt bezeichnet wird, dann deswegen, weil sie nach Steiners Auffassung durch sein Lebenswerk nicht abgeschlossen wurde. Schon die Entfaltung der Anthroposophie im Lebenswerk Rudolf Steiners ist durch permanenten Wandel und Perspektivenvielfalt gekennzeichnet. Der Facettenreichtum dieses Werkes lässt es kaum zu, von der Anthroposophie zu sprechen. Was in der zeitgenössischen Rezeption vielfach als abgeschlossene Offenbarung aufgefasst wurde, hat sich in der neueren Anthroposophieforschung als Projekt, als unabgeschlossener Entwurf erwiesen. Die spirituelle Bewegung, die heute an das Werk Rudolf Steiners anknüpft, betrachtet dieses als Ausgangspunkt für einen unabschließbaren Forschungsprozess, nicht als geschlossenes System von Lehren. In den 1990er Jahren hat diesbezüglich in der sogenannten anthroposophischen Bewegung eine grundlegende Wandlung stattgefunden. Die anthroposophische Bewegung, ein pluralistisches, kaum definitiv bestimmbares soziales Gebilde, sieht in der Mehrheit ihrer Vertreter die Notwendigkeit, Inhalt und Begriff der Anthroposophie neu zu bestimmen.

Eine solche Neubestimmung kann und muss jedoch vom Werk Steiners ausgehen. Zu was für Ergebnissen sie führt, wird das 21. Jahrhundert zeigen.