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1982 | Zwischen Phantásien und Waldsterben

Rufen wir uns kurz den Ereignishorizont des Jahres 1982 in Erinnerung, bevor wir uns der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung zuwenden. 1982 war das Jahr des Falkland- und des Ersten Libanonkrieges, in dem auch der Erste Golfkrieg zwischen Irak und Iran, der 1980 begonnen hatte, fortdauerte.

Innerhalb dreier Monate gelang es dem durch die argentinische Besetzung überraschten Großbritannien die Islas Malvinas, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln zurückzuerobern. Infolge der Niederlage brach die argentinische Militärjunta zusammen und das Land kehrte 1983 zur Demokratie zurück. Allerdings sollte das demokratische Argentinien 1990 die Falklandinseln mitsamt ihren Nachbarinseln zum »integralen Bestandteil« seiner Provinz Feuerland erklären – der Konflikt ist bis heute nicht gelöst. Für Margaret Thatcher, die 1979 als konservative Premierministerin aus den Wahlen hervorgegangen war, erwies sich der Sieg in diesem reinen Prestigekrieg als politischer Erfolg, der ihr Image als »eiserne Lady« festigte und für einen Popularitätsschub in der eigenen Bevölkerung sorgte.

Der erste Libanonkrieg stellte den Versuch Israels dar, sich des Problems der PLO im Nachbarland zu entledigen. Wie stets war die Lage im Nahen Osten unübersichtlich. Die PLO hatte sich nach ihrer Vertreibung aus Jordanien im Libanon festgesetzt und führte von dort aus fortwährend Angriffe auf Israel durch. Bereits 1976 hatte der syrische Staatschef Hafiz al-Assad Truppen in den Libanon entsandt, um im dortigen Bürgerkrieg seine eigenen Interessen durchzusetzen. Seit 1977 unterstützte Israel unter Menachem Begin die südlibanesische Armee gegen die PLO und die christlichen Phalange-Milizen im Norden. Der Amtsantritt Ronald Reagans 1981 ermutigte Israel und seine Verbündeten zu einer härteren Gangart gegen ihre von der Sowjetunion unterstützten Gegner, zu welchen auch Syrien gehörte. Im Zuge zahlreicher Scharmützel besetzte Israel 1981 die syrischen Golanhöhen. Die Konstellation schien günstig, die arabischen Gegner waren untereinander zerstritten: Jordanien befand sich im Konflikt mit Syrien, Ägypten war durch die Ermordung Anwar el-Sadats (Oktober 1981) und die Verhandlungen um die Rückgabe der Sinai-Halbinsel zur Zurückhaltung gezwungen, während sich Irak und Iran im erwähnten Golfkrieg befanden. Nach einer Reihe von palästinensischen Anschlägen auf israelische Diplomaten in Paris und London in der ersten Jahreshälfte sowie Raketenangriffen auf den Norden Israels begann letzteres Anfang Juni 1982 mit massiven Luftangriffen auf Stellungen der PLO im Libanon. Rund 78.000 israelische Soldaten wurden zu Land und zu Wasser mobilisiert und innerhalb weniger Tage sahen sich auch syrische Truppen in die Kämpfe verwickelt.

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