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Das göttliche Schöpfungswort und der Baum des Lebens – 1909

Wie bereits erwähnt, fanden im Mai 1909 zwölf Vorträge über die Apokalypse des Johannes in Kristiania und im September vierzehn zum Lukas-Evangelium in Basel statt.

Obwohl die ersteren tiefe esoterische Bedeutungsschichten des siebenfach versiegelten Buches freilegen, lassen sich aus ihnen keine unsere wesenskundliche Fragestellung weiterführenden Hinweise gewinnen, ganz abgesehen davon, dass die veröffentlichten Aufzeichnungen von äußerst fragwürdiger Qualität sind. Auch die Vorträge über das Lukas-Evangelium führen in unserer Fragestellung nur bedingt weiter, da in ihnen hauptsächlich (und erstmals ausführlich) die esoterische Jesulogie – die vielschichtige Genealogie des irdischen Aspekts des Erlösers – im Kontext von Untersuchungen zur »spirituellen Ökonomie« entfaltet wird. So bemerkenswert und fruchtbar für das Verständnis der Metageschichte die hier vorgetragenen Forschungsergebnisse zu den beiden Jesusknaben, zur Adamsseele, zu Zarathustra, Hermes, Moses, Buddha, Elias und Johannes auch sind – sie gewähren keine neuen Einblicke in die Frage: Wer war Christus? – sofern sie als Frage nach jenem Gott verstanden wird, der Mensch wurde.

Nur an einer Stelle in dieser Reihe, im siebten Vortrag vom 21. September 1909, geht Steiner auf sie ein, ja wirft sie sogar selbst auf: »Wer ist diese Wesenheit, die sich damals mit dem Ätherleibe des nathanischen Jesus vereinigte?« Die weit ausgreifende Antwort, die zuletzt zum Logos, zum »göttlichen Schöpfungswort« hinführt, wird auf den folgenden zwölf Seiten gegeben.

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