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1979 | Astralmarx oder dummer Hase und kluger Igel

Im Jahr 1979 wurde der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft erstmals auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit von seiten der Linken zuteil. Die vom Rotbuchverlag publizierte Reihe Kursbuch widmete ihr im März einen Beitrag in einem Themenband über Sekten.

Allerdings machte Joseph Huber, der Verfasser dieses Beitrages, der damals als Assistent am Otto Suhr-Institut für Politische Wissenschaften der FU Berlin beschäftigt war, deutlich, dass er in den Anthroposophen keine »Sekte« sah, sondern vielmehr Träger einer »Subkultur«. Er war mit dem Werk Steiners bereits seit längerem vertraut, besonders mit dessen sozialwissenschaftlichen Aspekten. Kontakte bestanden vor allem zum Achberger Kulturzentrum, seine Dissertation Technokratie oder Menschlichkeit, in der er sich u.a. mit Steiners Dreigliederung auseinandergesetzt hatte, war 1978 in der dortigen Verlagsanstalt erschienen. Heute dürfte er vor allem als Begründer der Vollgeldtheorie bekannt sein.

In seinem überaus wohlwollenden, teilweise in Ironie und viel linke Selbstkritik gekleideten Beitrag, der ihm bei der Leserschaft des Kursbuches gewiss keine Sympathien eintrug, dafür aber umso mehr vom undogmatischen Geist ihres Verfassers zeugt, schrieb er über »die Anthroposophen«: »Viele von ihnen sind leicht konventionell, aber sie gehen nicht konform. Im alltäglichen Umgang sind sie besonnen, praktisch und hilfsbereit. Sie bilden eine konstruktive und unverschworene Geistesgemeinschaft. Ihre Ideen sind im Grunde subversiv, ihre Praxis ist es in aller Regel nicht«.

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