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Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

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1980 | Aufstieg der Fundamentalopposition – die Grünen – Zur Geschichte der Anthroposophie im 20. Jahrhundert

Der postmaterialistische Wertewandel, der vielen sozialen Protestbewegungen der 1970er Jahre zugrunde lag und sich in sanften politischen Forderungen nach Lebensqualität, Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung artikulierte, brachte die traditionellen gesellschaftlichen Frontlinien durcheinander und löste die etablierte Solidarität mit den großen »Volksparteien« (CDU/CSU, SPD) auf.

Insbesondere in Deutschland machte sich dieser Wandel im Aufkommen der Partei »Die Grünen« bemerkbar, deren Gründungsversammlung am 12. und 13. Januar 1980 in Karlsruhe stattfand. Die Mitglieder dieser Partei kamen nicht nur aus konservativen Milieus, die eine Affinität zur Bewahrung der Schöpfung und der naturgegebenen Ordnung besaßen, und daher den allseits bewunderten »Fortschritt«, den sie als kopflosen »Fortsturz« empfanden, die Kehrseiten der technologischen Entwicklung und ihren zerstörerischen Einfluss auf Natur und Kultur kritisierten, sondern auch aus dem linken Spektrum der Gesellschaft, aus diversen lautstarken, agitationsgewandten K-Gruppen (Angehörige des maoistischen Kommunistischen Bundes, des Kommunistischen Bundes Westdeutschland und der marxistisch-leninistischen DKP), deren Kader in den überparteilichen Anliegen der neuen Bürgerbewegungen und ihrem Begehren nach Partizipation die Möglichkeit witterten, ihre alte Agenda der Destabilisierung des gehassten »Systems« zu realisieren, die den Boden für die soziale Revolution vorbereiten sollte.

Während die konservativen Kritiker des Fortschritts lediglich die Konsequenzen aus den pessimistischen Prognosen des »Club of Rome« und Katastrophen wie Harrisburg zogen und einen natur- und gesundheitsverträglichen Umbau des Systems anstrebten, wollten die Linken dieses System gänzlich abschaffen.

Diese unvereinbaren Kräfte, die einerseits genuin an Schutz und Bewahrung interessiert waren (Umweltschutz, Naturschutz, Lebensschutz), andererseits am Umsturz der bestehenden kapitalistischen Ordnung mit Hilfe einer instrumentalisierten Kritik an der Konsum- und Industriegesellschaft (Ökosozialisten, Spontis), trafen in der neuen Partei aufeinander und konstituierten in vielfältigen Brechungen und Konstellationen deren beide Flügel, die »Realos« und die »Fundis«. Die Realos glaubten an die Gestaltung der Gesellschaft durch Politik, und erhofften sich eine neue Lebensordnung, in der Werte wie Gesundheit, Harmonie, menschliches Maß und eine umfassende Solidarität mit allen Lebewesen im Vordergrund standen, während die Fundis jedweder Couleur das Vertrauen in das Parteiensystem und die repräsentative Demokratie verloren hatten, und nach einer Abschaffung der Politik durch die Politik strebten.

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