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1980 | Christussucher und Michaeldiener (4) – Das Ende des 20. Jahrhunderts

Wie entwickelte sich die spirituelle Familiengeschichte nach 1925, nach Steiners Tod weiter? »Karma waltete« und die Schülerschaft Steiners spaltete sich immer mehr in zwei Lager. Nicht in dieser sozialen Differenzierung sieht van Manen jedoch das Problem, vielmehr liegt das Katastrophale darin, »dass diese an sich unvermeidlichen und im Prinzip nicht unwürdigen Auseinandersetzungen in emotionale und erbitterte Fehden ausarteten […] Die Gesellschaft steuerte ins Chaos und in die Auflösung.«

Guarentio, Erzengel Michael

Die Geschichte dieses Chaos und dieser Auflösung ist den Lesern ausreichend bekannt. Was aber hat diese Geschichte mit der Zweiheit der Seelenfamilien zu tun? Unser Autor vertritt die Auffassung, es habe sich bei den Konflikten zwischen 1925 und 1935 tatsächlich »ursprünglich […] um eine Konfrontation der karmischen Strömungen gehandelt, soweit diese schon in der Mitgliedschaft vertreten waren«. Denn viele Mitglieder der beiden Familien waren noch gar nicht inkarniert. Am deutlichsten zeige sich der Gegensatz unmittelbar nach Steiners Tod. Auf der einen Seite stand Ita Wegman, die ebenso wie »viele Jüngere« – viele ihrer Jünger – den »michaelischen Impuls« ihres Lehrers nicht versiegen lassen wollte. Wegman setzte Steiners Briefe an die Mitglieder und die Klassenstunden fort, war sie doch an der Vorbereitung der Weihnachtstagung »direkter und intimer als andere Mitarbeiter beteiligt« gewesen und von Steiner als »seine Assistentin in der Führung der [Ersten] Klasse betrachtet« worden. Die Fackel der Esoterik sollte in die Öffentlichkeit getragen werden. Auf der anderen Seite Marie Steiner, die der Auffassung war, diese Gesinnung verkenne die Lage vollständig.

Sie habe in den »unreifen jugendlichen Impulsen« die Gefahr des Ehrgeizes und Machstrebens gesehen und betont, das von Steiner Empfangene müsse »gehütet«, »studiert« und »durchgeübt« werden, um es in reiner Form der Zukunft übergeben zu können. »Explosive Konfliktpunkte teils sachlicher, teils persönlicher Art« mischten sich dieser Konstellation bei und so sei es bereits unmittelbar nach Steiners Tod zur »Vertrauenskrise im Vorstand« gekommen, die Anfang 1926 »in der Gesellschaft öffentlich zum Ausbruch kam«. Zahlreiche Vorfälle und Sachfragen lieferten das Zündmaterial für eine lange Reihe von Konflikten, die uns aus der bisherigen Darstellung hinreichend bekannt sind.

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