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1980 | Souveränität und Föderalismus als Prinzipien geistiger Organisation

»Das ist die richtige Bruderschaft, wenn wir nicht verlangen, dass der andere sich mit uns deshalb vertragen soll, weil er dieselbe Meinung hat, sondern wenn wir jedem Menschen das Recht zugestehen, seine eigene Meinung zu haben.«

Rudolf Steiner 1906

Fritz Götte (1901-1989 beleuchtete im Michaeliheft der deutschen Mitteilungen das Verhältnis zwischen anthroposophischer »Bewegung« und »Gesellschaft«. Er trat der verbreiteten Auffassung entgegen, die anthroposophische Bewegung umfasse alle »Sympathisanten« der Anthroposophie oder sei mit den Angehörigen der Tochterbewegungen (der Summe der Waldorflehrer, Ärzte, Heilpädagogen, Landwirte usw.) identisch.

Vielmehr handle es sich bei dieser Bewegung laut Steiner – hierin schloss er sich Spitta an – um eine »strömende geistige Substanz« überirdischer Natur. Sie sei vom Leben und der Aktivität geistiger Wesen erfüllt, die in der Geschichte wirkten. Geführt werde sie vom Zeitgeist Michael und seinen Scharen, Engelwesen, (präexistenten und postexistenten) Menschenseelen und Elementargeistern. Dieser übersinnliche Strom dränge nach Verkörperung auf der Erde, die er im Leib der Anthroposophischen Gesellschaft gefunden habe bzw. finde, sofern diese willens sei, ihn in sich aufzunehmen.

1902 habe Steiner, indem er Generalsekretär der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft geworden sei, diesen Inkarnationsprozess der »anthroposophischen Himmelsbewegung« in Gang gesetzt. Schon damals habe er klar zwischen »Bewegung« und »Gesellschaft« unterschieden. Als Beleg dafür führt Götte eine Äußerung Steiners aus dem Jahr 1904 an: »Das klare Bewusstsein, dass nur der Geist befreit, das ist es, was uns vereint in der Theosophischen Gesellschaft. Nicht das Wort allein, sondern der Geist gibt ihr ihre Bedeutung. Der Geist, der ausgeht von den großen Meistern, der durchfließt durch einige wenige, die sagen können: ich weiß, dass sie da sind, die großen Adepten, welche die Begründer der spirituellen Bewegung sind, nicht der Gesellschaft, ergießt sich in unsere Gegenwartskultur und gibt ihr die Impulse für die Zukunft«.

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