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1980 | Terror unter dem Schild von Gladio | Zur Geschichte der Anthroposophie im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1980 standen einige geostrategische Brennpunkte des »Grand Chessboards« (Zbigniew Brzeziński, 1997) im Mittelpunkt des Interesses der politischen und militärischen Eliten des Kalten Krieges: Afghanistan und der mittlere Osten.

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Afghanistan

Im Januar marschierten sowjetische Truppen im Land am Hindukusch ein. Der Einmarsch zog umgehend Sanktionen der USA gegen die Sowjetunion nach sich, führte jedoch – nach einer Verhängung des Kriegsrechts über Kabul Ende Februar – zur Ratifizierung eines Vertrags, in dem die afghanische Regierung der Stationierung der sowjetischen Truppen zustimmte. Das Ausgreifen des Hauptkontrahenten des amerikanischen Empire um die Vorherrschaft über die Welt nach Süden wirkte sich bis auf die olympischen Sommerspiele aus, die dieses Jahr in Moskau stattfanden, aber von 57 Ländern, darunter die USA, Deutschland und Japan, boykottiert wurden. In jenem heimgesuchten Land, das bereits im 19. Jahrhundert der Schauplatz eines »Great Game« der Kolonialmächte gewesen war – damals standen sich das Britische Empire und das Zarenreich gegenüber – begann der von den USA, Pakistan und Saudi Arabien unterstützte Guerillakrieg der Mudschahedin gegen die Besatzungsmacht, der 1989 mit dem Abzug der sowjetischen Truppen endete. Afghanistan fand jedoch anschließend nicht zum Frieden, sondern versank im Chaos eines Bürgerkriegs, zu dessen Akteuren auch die Taliban gehörten, deren langer Arm bis nach New York im Jahr 2001 reichen sollte.

Iran

Im benachbarten Iran dauerte die Geiselnahme an der amerikanischen Botschaft in Teheran fort. Nach dem Scheitern des spektakulären Befreiungsversuchs »Eagle Claw«, den Carters Sicherheitsberater Brzeziński politisch verantwortete, wurde das Land einem amerikanisch-europäischen Sanktionsregime unterworfen. Es sah sich einige Monate nach dem Wahlsieg der irakischen Baath-Partei unter Saddam Hussein in den acht Jahre andauernden Ersten Golfkrieg verwickelt, eine der vielen Erscheinungsformen des jahrhundertealten Konflikts zwischen den arabischen Muslimen Iraks und ihren persischen Glaubensbrüdern, die vordergründig durch einen Konflikt um die erdölreiche iranische Provinz Chusistan am Schatt al-Arab ausgelöst wurde. Der Irak stand im Gegensatz zur islamischen Republik Iran nicht alleine, sondern wurde von den USA, der Sowjetunion, Frankreich und Saudi Arabien unterstützt. Trotzdem sollte der extrem brutale Krieg, bei dem der Irak unter anderem Giftgas einsetzte, nach hohen Verlusten auf beiden Seiten ergebnislos abgebrochen werden. Auf einem Nebenschauplatz – in der Londoner iranischen Botschaft – kam es im April zu einer Geiselnahme durch eine irakische Terrorgruppe, die Freiheit für 91 Gesinnungsgenossen und Autonomie für die Provinz Chusistan forderte. Diese Geiselnahme wurde – im Gegensatz zu jener in Teheran – erfolgreich durch die britische Spezialeinheit SAS beendet. Der Konflikt forderte weitere Opfer: Schapur Bachtiar, der vom Schah, dessen Macht bröckelte, Ende 1978 ins Amt des Ministerpräsidenten berufen worden war und nach der Revolution vor den Milizen Chomeinis im April 1979 ins französische Exil hatte fliehen müssen, wo er in einem Vorort von Paris eine nationale iranische Widerstandsbewegung ins Leben gerufen hatte, entkam im Juli 1980 nur knapp einem Mordanschlag durch Schergen des neuen Regimes. Ein weiteres Attentat durch Agenten des iranischen Geheimdienstes im Sommer 1980 erzielte hingegen den erwünschten Erfolg: Ein prominenter Gegner Chomeinis, der Diplomat Ali Akbar Tabatabai, erlag bereits dem ersten Tötungsversuch eines als Postboten verkleideten Mörders vor seiner Wohnung in Washington.

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