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1982 | Kampf um Spenden und Subventionen und ein unverhoffter Triumph

Dass die anthroposophische Bewegung nicht nur in Opposition zum – unrechtmäßigen – Zeitgeist stand, sondern auch unter dessen Einfluss, zeigte eine Affäre, die im Februar 1982 durch ihre Publikation – zumindest gesellschaftsintern – bekannt wurde. In ihr ging es um den Umgang mit Spendengeldern, deren zweifelhafte Verwendung oder mögliche Veruntreuung, und damit um ein ähnliches Thema, wie jenes, das im Zusammenhang mit dem »Neue Heimat«-Skandal die bundesrepublikanische Öffentlichkeit erschütterte. 

Am 21. Februar 1982 veröffentlichte das Nachrichtenblatteinen offenen Brief des Bundes der Freien Waldorfschulen, der von Ernst-Michael Kranich, Stefan Leber und Manfred Leist unterzeichnet war. Der Brief richtete sich an Tilman Wacker, der dem in Zürich ansässigen »Fonds für freie Erziehung« vorstand, zu dessen Zielen die Förderung der Waldorfpädagogik und die Vermittlung von Stipendien gehörte. 

In diesem Brief nahmen die Delegierten der Konferenz der 72 deutschen Waldorfschulen und der Vorstand ihres Bundes Stellung zu den jüngsten publizistischen Aktivitäten Wackers und zu dessen Geschäftsgebaren. Letzterer war mehrmaligen Aufforderungen, die »Nachrichten des Fonds für freie Erziehung« nicht unter dem Titel eines »Weltschulvereins« zu vertreiben, nicht nachgekommen, was die deutschen Waldorfschulen veranlasste, sich von ihm »entschieden öffentlich zu distanzieren«. Begründet wurde dies mit einer Art historischem Anrecht der internationalen Waldorfschulbewegung auf diesen Titel. 

Denn Steiner habe die Idee eines solchen »Weltschulvereins« im Zusammenhang mit der eben erst entstandenen internationalen Schulbewegung ins Gespräch gebracht, als eine Möglichkeit, die Finanzierung der Waldorfschulen unabhängig von staatlicher Bevormundung sicherzustellen. Seither hätten sie sich stets dieser Idee verpflichtet gefühlt, jedoch die Proklamation eines solchen Vereins wie in den 1920er Jahren, ohne Zusammenhang mit den Lebenswirklichkeiten (der bestehenden Schulen), als Irrweg betrachtet. 

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