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1982 | Mitte, Ost und West. Die Deutschen und ihr Volksgeist

Die Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft fand 1982 am 4. April, einem Palmsonntag, statt. Seit der letzten Mitgliederzusammenkunft waren 600 verstorben, 2550 neu aufgenommen worden.

Kentaurenmotiv in der Kuppel des ersten Goetheanum

Zu den prominenteren unter den Verstorbenen gehörten – neben Ernst Weißert – der Priester der Christengemeinschaft Otto Palmer (1896-1981), Verfasser einer Monographie zur Philosophie der Freiheit, der Pionier der Arzneimittelforschung der WELEDA, Wilhelm Pelikan (1893-1981), Martha Thut, die langjährige Leiterin des Johannes-Zweiges in Bern sowie die Dichterin und ehemalige Leiterin des Goetheanum-Archivs, Emma Krell-Werth (1906-1981). Erst im Juni dieses Jahres sollte Simonne Rihouët-Coroze versterben, die 45 Jahre lang (1931-1976) Vorsitzende der französischen Landesgesellschaft gewesen war. Sie hatte nicht nur eine Steiner-Biografie veröffentlicht, sondern auch den Verlag Triades gegründet und die gleichnamige Zeitschrift herausgegeben, außerdem eine 75 Jahre umfassende Chronik der Anthroposophie in Frankreich verfasst.

Auch eines anderen Toten wurde in diesem Jahr durch die Anthroposophische Gesellschaft gedacht: des Namengebers des Goetheanum, dessen Ableben sich zum 150mal jährte. Nicht nur Grosse erinnerte bei seiner Eröffnungsansprache an ihn, er wurde auch im Lauf des Jahres durch eine Reihe von Veranstaltungen, sowie durch Beiträge in anthroposophischen Zeitschriften und Tagungen gewürdigt.

Der Vorsitzende konnte auf die Entwicklung seit der letzten Generalversammlung zufrieden zurückblicken. Das öffentliche Interesse an Steiner und der Anthroposophie war erneut gewachsen, was sich nicht zuletzt daran zeigte, dass nicht-anthroposophische Verlage Titel Steiners und seiner Schüler publizierten, die sich teilweise, wie Christoph Lindenbergs Buch über die Waldorfpädagogik, zu Bestsellern entwickelt hatten. Der Fischer Taschenbuch-Verlag gab eine ganze Reihe anthroposophischer Titel heraus.

Gleichzeitig hatten auch die Aktivitäten am Goetheanum selbst zugenommen. Manfred Schmidt-Brabant erschloss für die Sozialwissenschaftliche Sektion neue Berufsgruppen: Juristen, Banker und Buchhändler, Jörgen Smit tat ähnliches in der Jugendsektion. Auch die redenden und musizierenden Künste florierten am Goetheanum. Diese Aktivitäten spiegelten sich auch in steigenden Einnahmen, wie der Bericht der Schatzmeisterin zeigte.

Die Auseinandersetzung mit der Kernenergie setzte sich in diesem Jahr ebenfalls fort, wovon z.B. eine große, gut besuchte Tagung zeugte, die im März in Stuttgart stattfand. Schmidt-Brabant bezog in seinem Eröffnungsvortrag zu dieser Tagung deutlich Stellung, wenn er Atomreaktoren als »Mysterienstätten des Bösen« bezeichnete.

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