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1984 | Krisen, Katastrophen und der Auftritt der Spinnentiere

Im Herbst 1984 wurde ein kraftstrotzender 73-jähriger Präsident vom amerikanischen Volk mit großer Mehrheit wiedergewählt (Ronald Reagan). Ihm war im Februar, nach dem Tod Andropows, ein todkranker Generalsekretär gegenübergetreten (Konstantin Tschernenko), der bereits nach dreizehn Monaten, im März 1985, sterben sollte.

Tschernenko erscheint im Rückblick wie das Realsymbol eines vor sich hinsiechenden Systems, das den Konkurrenzkampf mit seinem weltgeschichtlichen Gegner nicht mehr zu stemmen vermochte und kurz vor seinem Zusammenbruch stand. Bereits 1984 erschien der künftige Nachfolger Tschernenkos, Michail Gorbatschow, auf dem Radar der westlichen Eliten, der Margaret Thatcher Ende des Jahres einen Besuch abstattete, die ihn anschließend Ronald Reagan als Hoffnungsträger empfahl. Doch noch war es nicht so weit, das »sozialistische Experiment« im Ostblock abzuwickeln. Die Sowjetunion ließ weiterhin ihre atrophen Muskeln spielen. Als am 17. Januar die KSZE-Folgekonferenz in Stockholm begann, verkündete die sowjetische Nachrichtenagentur tags darauf, auf dem Territorium der DDR habe die Aufstellung von Nuklearraketen begonnen.

In Polen spitzte sich die Lage nach der brutalen Ermordung des katholischen Priesters Jerzy Popiełuszko durch den Staatssicherheitsdienst im Oktober wieder zu. An seiner Beerdigung Anfang November nahmen rund 800.000 Menschen teil; bis zum heutigen Tag wurde sein Grab von rund 24 Millionen Menschen besucht, darunter George H.W. Bush und Margaret Thatcher. Im Jahr 2010 wurde er durch Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.

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