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1984 | Umbau des Vorstandes, ein Fall von »Strassenraub«

»Rudolf Steiner ist als geistige Individualität die zentrale Wesenheit in der ganzen anthroposophischen Bewegung und auch nach seinem Tode in allen Schicksalszusammenhängen der ganzen Anthroposophischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Wir müssen diese überragende Individualität immer in unserer Mitte finden ...« 

Jörgen Smit

Bevor wir uns dem Zerrbild, das sich im Bewusstsein des SPIEGEL-Redakteurs Peter Brügge von den »Anthroposophen in Deutschland« formte und den Reaktionen der Gespiegelten auf dieses Zerrbild zuwenden können, müssen wir einen Blick auf die Mitgliederversammlung des Jahres 1984 werfen, da diese am 15. April, vor dem Erscheinen der SPIEGEL-Serie stattfand.

Die Versammlung brachte einige Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes mit sich: Rudolf Grosse kündigte aus Altersgründen seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden an, Manfred Schmidt-Brabant wurde als dessen Nachfolger akzeptiert und als neues Mitglied wurde Virginia Sease in das Leitungsgremium aufgenommen. Ein Vorschlag zweier Mitglieder, Herbert Witzenmann zum ersten Vorsitzenden zu ernennen wurde von 908 Anwesenden abgelehnt, von dreien – darunter die zwei Antragsteller – befürwortet. Die Berichte im Nachrichtenblattgeben leider von dieser Versammlung ebenfalls ein verzerrtes Bild, da der chronologische Ablauf ohne Erklärung durchbrochen und der mit der Kooptation von Sease als neuem Vorstandsmitglied zusammenhängende Vorgang dem eigentlichen Protokoll der Versammlung vorangestellt wurde.

Wie jedes Jahr gedachte Rudolf Grosse der Verstorbenen. Zu den Gewürdigten gehörten der ehemalige Generalsekretär der deutschen Landesgesellschaft Hans Börnsen, Sophie Schmidt, derer bereits im Vorjahr gedacht worden war, der Architekt Albert von Baravalle (1902-1983), der am Ausbau des zweiten Goetheanum mitgewirkt hatte und für die Gestaltung des Grundsteinsaales verantwortlich gewesen war, Gerhard Kienle, der Gründer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke, die Eurythmistin Ilona Schubert, die zunächst mit dem Grafen Joseph Polzer, später mit Günther Schubert verheiratet gewesen war, schließlich der Gründungslehrer der Freien Georgenschule Reutlingen, Erich Weismann (1905-1984). Weismann hatte von 1934-1938 dem Kollegium der Berliner Waldorfschule angehört und war nach deren erzwungener Schließung zusammen mit seinen Kollegen Lola Jaerschky, Lotte Ahr und Ernst Weißert vorübergehend im Gestapo-Gefängnis gelandet.

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