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Christos Angelos – Engelschristologie (1)

Martin Werner, der evangelische Dogmenhistoriker und Kollege Friedrich Eymanns an der Berner Universität, der den Lesern bereits als Rezensent des Buches von Friedrich Rittelmeyer über »Anthroposophie und Theologie« sowie als Gutachter der evangelischen Kirche zur Frage der »Christlichkeit der Anthroposophie« bekannt ist, veröffentlichte 1941 ein umfangreiches Standardwerk über die Entwicklungsgeschichte des Christentums, das die Engelschristologie und ihr allmähliches Verschwinden zum Thema hatte.

1959 erschien eine Kurzfassung dieses Buches im Stuttgarter Kohlhammer Verlag. In beiden Büchern erscheint Werner als Fürsprecher einer von der Großkirche als häretisch verworfenen Strömung des frühen Christentums, die auch ein bemerkenswertes Licht auf Steiners Christologie wirft.

Im Folgenden werden einige der wesentlichen Erträge dieser beiden Publikationen zusammengefasst. Soweit ich weiß, wurden Werners Untersuchungen, die sich auf Vorarbeiten anderer Autoren stützen, bis heute in der anthroposophischen Forschung nicht rezipiert.

Die Dogmenentwicklung lässt sich laut Werner geistesgeschichtlich nicht rekonstruieren, wenn ihr nicht die konsequent-eschatologische Interpretation zugrunde gelegt wird, die Albert Schweitzer in seiner »Geschichte der Leben Jesu-Forschung« und weiteren Publikationen entwickelte.

Diese Interpretation stützt sich auf die älteste Evangelientradition des Markus- und Matthäusevangeliums. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass Jesus mitten im Zeitalter der spätjüdischen Apokalyptik auftritt und sich deren eschatologische Grundanschauung, die Naherwartung des Weltendes, zu eigen macht.

Die spätjüdischen Offenbarungsschriften erwarten das Ende der natürlichen Geschichte durch eine künftige Neugestaltung der Welt. Jesus stimmt mit dieser Apokalyptik im Wesentlichen überein, auch er spricht vom kommenden Äon des Reiches Gottes, der übernatürlich neugestalteten Welt.

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