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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Band 1 | 1875–1952

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Worum es geht, beschreibt die Einleitung.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung

Band 2 | 1953–1982

Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Albert Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft.

Hier bestellen



Christos Angelos – Engelschristologie (3) – Messias, Sohn Gottes, Menschensohn, Kyrios

In den ersten Jahrhunderten des Christentums gab es noch keine Trinitätslehre. Christus war nicht dem Vater und dem Hl. Geist gleich, Gott von Gott, ungeschaffen als eingeborener Sohn, Weltschöpfer als Logos, Fleisch geworden in Jesus.

»Denn es hat dem ganzen Pleroma gefallen, in ihm zu wohnen«. 1 Kol., 1,19.

Stattdessen sahen viele Autoren in ihm ein von Gott, dem einzigen Vater und Schöpfer geschaffenes, hohes Engelwesen, das von diesem zum Erlöser bestimmt und durch sein Opfer zu einem über all seine Mitgeschöpfe erhabenen Status gelangt war. Andere, insbesondere Gnostiker, betrachteten ihn als Sendboten des verborgenen Gottes, der in die irdische Welt herabgestiegen war, um die unter den Gesetzen der Herrscher dieser Welt – worunter vom verborgenen Gott abgefallene Engelmächte (Archonten) verstanden wurden – ächzende Menschheit von ihrer Sklaverei zu befreien.

Die Anschauung von der göttlichen Trinität begann sich ab dem vierten Jahrhundert im nicänischen Streit zum Dogma zu verfestigen und diese Dogmenbildung kam erst im 5. Jahrhundert mit der Synode von Chalcedon zum Abschluss.

Die Engelschristologie fasste den Messias als himmlisches Engelwesen auf, das auf unterschiedlichen Stufen der Hierarchie angesiedelt werden konnte ...

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