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Christussucher und Michaeldiener (3)

Die weiteren Kapitel des ersten Teils der Studie van Manens können hier übersprungen werden, da sie im Wesentlichen den Versuch einer Zusammenschau der verschiedenen Schilderungen Steiners zur spirituellen Vorgeschichte der beiden Seelenfamilien enthalten, die sich in der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft zusammengefunden hatten.

Diese Schilderungen greifen weit in die Vergangenheit aus, behandeln Heiden und Christen in der Spätantike, Mönche und Ketzer im Mittelalter, die vorchristlichen Mysterien, Plato, Aristoteles und Alexander, die Schule von Chartres und die mittelalterlichen Platoniker, die Artus- und Gralsströmung und vieles mehr. 

Am Ende des siebten Kapitels bietet van Manen ein Resümee seiner diesbezüglichen Darstellungen: 

»Die Seelen des ersten Stromes [der »Frühlinge«, die von Steiner auch als »alte Seelen« bezeichnet werden] haben alle schon viele Inkarnationen hinter sich. Sie sind viel tiefer mit der Geschichte der christlichen Kirche verbunden als die Seelen der anderen Gruppe. Die Strömungen, in denen sie sich fanden, galten sehr oft als ketzerisch. Sie haben im Christentum vieles durchlitten und finden in der Anthroposophie die Erfüllung ihrer Sehnsucht nach dem Christus. 

In ihrer ganzen Gestimmtheit glaubten wir als seelisches Urbild die vita contemplativa zu erkennen. 

Die wichtigsten Pioniergruppen dieses Stromes sind die ›Gralslehrer‹ und vor allem die christlichen Platoniker von Chartres, unter denen Alanus [ab Insulis] als bedeutendster Führer hervorragt. 

Die Seelen des anderen Stromes haben meistens viel weniger Erdenleben hinter sich. Mit dem (kirchlichen) Christentum sind sie zwar mindestens schon einmal in Berührung gewesen; bei vielen aber war der Eindruck kein sehr tiefer. Bei allen diesen wirken sehr stark nach die Impulse aus den späten heidnischen Religionen und Mysterien. Ihr Strebensziel ist ein kosmisches Christuserleben. Im Zusammenhang damit haben sie einen direkten Zugang zu den anthropologischen, kosmologischen und praktischen Seiten der Anthroposophie. 

In ihre Haltung glaubten wir die Dynamik der vita activa zu erkennen. Die wichtigsten führenden Strömungen dieser Gruppe sind die Aristoteliker – an erster Stelle Aristoteles und Alexander – und die Artusritter. 

Beide Ströme kommen zusammen in der ›Michaelsströmung‹. Mit diesem Wort ist in den Karmavorträgen gemeint die übersinnliche Michaelschule, der kosmische Kultus und, vom Beginn des 20. Jahrhunderts an, die gemeinsamen Aufgaben auf der Erde«.

Doch trotz all dieser Verschiedenheiten sind die Angehörigen der unterschiedlichen Seelenfamilien beides: Christussucher und Michaeldiener, wenn auch in verschiedener Gewichtung. 

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