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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Corona-Virus: Mit künstlicher Intelligenz gegen den freien Geist

Das Corona-Virus wird zum Anlass, um mit Hilfe künstlicher Intelligenz einen Kampf gegen den freien Geist zu führen. Gastbeitrag von Johannes Mosmann.

Das Jahr 2020 wird als »Epochenjahr« in die Geschichtsbücher eingehen. Weltweit trug eine Mehrheit der Bevölkerung teils drastische Einschränkungen ihrer Grundrechte bereitwillig mit, in der irrigen Annahme, es handle sich um zeitlich befristete Reaktionen auf die »Corona-Pandemie«. Das mag für Masken-Pflicht, Abstandsregelungen und Versammlungsverbot auch zutreffen, nicht jedoch für den strukturellen Umbau der »freiheitlich-demokratischen« Gesellschaft.

Hier soll ein wesentlicher Aspekt dieses Umbaus kritisch beleuchtet werden. Bereits 2017 begannen EU-Regierung, Geheimdienste und Digitalindustrie damit, Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Messenger-Dienste im Namen der »Wahrheit« zu manipulieren. Unter dem Eindruck der tödlichen Bedrohung durch ein neuartiges Virus konnten die Manipulationen dann systematisch ausgeweitet und rechtlich verankert werden. Mit einem »Aktionsplan für Demokratie« will die EU-Kommission nun »aufbauend auf den Maßnahmen« zur Bekämpfung von »Desinformationen zu Covid-19« das Narrativ ganz anderer Themen beherrschen – und nennt konkrete Beispiele.

Wettlauf zum Mond

Am 4. Oktober 1957 schoss die Sowjetunion noch vor den USA einen Satelliten in die Erdumlaufbahn und bewies damit, dass sie das Territorium der USA mit Interkontinentalraketen erreichen könnte. Die USA reagierten auf den »Sputnik-Schock« mit einer nie da gewesenen Subventionierung technologischer Entwicklung, um den vermeintlichen russischen Vorsprung wettzumachen. Das Verteidigungsministerium überschüttete Startups im gerade entstehenden Silicon Valley mit Geld und richtete »öffentlich-private« Partnerschaften zwischen Militär, Geheimdiensten und Technologie-Unternehmen ein. So begann die Geschichte der Digitalkonzerne.Die rasante Entwicklung von Computerprozessoren, Internet oder KI wäre ohne die Feindschaft zum Osten als ideologische Triebfeder nicht möglich gewesen. Die Historikerin Margaret O’Mara erklärt:

Man förderte die Computerindustrie, weil man die besseren Waffen wollte. Der Rüstungswettlauf rechtfertigte die enormen Ausgaben. Der Staat war der erste Kunde der neuen Industrie und sorgte dafür, dass Mikrochips billiger wurden. So schuf der Staat, ohne diese Absicht zu haben, einen neuen Markt.

Bis heute dauern die Verflechtungen zwischen US-Militär, CIA und Digitalkonzernen fort.Viele der Anwendungen unseres Alltags gehen zudem direkt auf Entwicklungen von Pentagon oder US-Geheimdienst zurück, wie z.B. Siri von Apple, Google-Earth oder das Internet selbst.

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