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Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

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Das Weihnachtsfest – ein ewiges Symbol

In einem Satz verdichtet Rudolf Steiner am 17. Dezember 1906 in Berlin den Gang der Menschheitsentwicklung: »Vom Lichte durch die Finsternis zum Lichte«. Das Weihnachtsfest, so erzählt er, sei ein uraltes Fest, das schon lange vor der Ära des Christentums in allen Mysterien gefeiert wurde. Es ist ein ewiges Symbol. Es bringt das Verhältnis der Menschheit zum Kosmos zum Ausdruck, ihre Beziehung zur Sonne.

Weihnachten als ewiges Symbol

Weihnachten – orthodoxe Darstellung

Einst befand sich die Sonne im Inneren des Menschen – oder der Mensch im Inneren der Sonne – denn Sonne und Erde waren eins. Damals gab es keine Trennung zwischen innerem und äußerem Licht, denn Innen und Außen waren nicht unterschieden. Aber die Sonne trennte sich von der Erde und damit der Menschheit, sie begann die Erde, die in der Finsternis zurückblieb, von außen zu beleuchten – sie weckte die Sinne des Menschen, sie bildete das Auge, jenes Organ, das imstande ist, das äußere Licht zu sehen.

Nun wächst und schwindet das Licht der Sonne aufgrund der komplizierten, wundersam-wunderbaren Drehbewegungen der Erde um sich selbst und das Zentralgestirn unseres Planetensystems in rhythmischem Wechsel. Die Zunahme und Abnahme des Lichtes (und der Wärme) korrespondiert mit dem Wechsel der Jahreszeiten, die in unterschiedlichen Breiten unterschiedlich stark ausgeprägt sind und auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde spiegelbildlich verlaufen.

Dieser merkwürdige Zyklus, der in den gemäßigten Zonen temperiert verläuft, korrespondiert auch mit wechselnden Zuständen in den Seelen jener Menschen, die in diesen Gegenden leben. Wir bedürfen eines gewissen Maßes des Wechsels zwischen Licht und Finsternis, um jenes Leben führen zu können, das uns als Menschen auszeichnet.

Nicht nur der Wechsel von Tag und Nacht, auch jener der lichtreichen und lichtarmen Jahreszeiten ist die Grundlage unserer menschlichen Existenz. Finsternis und Schlaf ermöglichen das wache Tagesbewusstsein, Winter und Sommer im Wechsel die Verinnerlichung des Gemüts und die Hingabe an die Schönheit der sinnlichen Welt.

Im Grunde findet das »Weihnachtsmysterium« jede Nacht statt: jede Nacht wird das Licht von der Finsternis bezwungen, um bei Tagesanbruch siegreich neu geboren zu werden. Nicht nur am kürzesten Tag des Jahres kann die Sonnen um Mitternacht von jenen geschaut werden, deren Geistesaugen geöffnet sind, sondern jede Nacht, in der dunkelsten Stunde.

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