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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Der Streit um die Herdenimmunität

Dass die WHO ihre Definition des Pandemiebegriffs im Mai 2009 geändert hat, dürfte so allgemein bekannt wie umstritten sein. Inzwischen gehört auch die Herdenimmunität zu den umkämpften Konzepten der Epidemiologie. Im Streit um die Herdenimmunität stehen sich zwei Fraktionen gegenüber, die sich gegenseitig vorwerfen, »unwissenschaftliche« und »unethische Konzepte« zu vertreten. Doch werfen wir einen Blick zurück.

Der Streit um die Herdenimmunität

Screenshot aus Game of Thrones. Jon Snow sieht dem ewigen Winter entgegen. © HBO.

Seit 2003 fand sich, wie Peter Doshi, Mitherausgeber des British Medical Journal (BMJ), in einem 2011 veröffentlichten WHO-Bulletin schrieb, auf der Pandemic-Preparedness-Netzseite der Weltgesundheitsorganisation die folgende Aussage: »An influenza pandemic occurs when a new influenza virus appears against which the human population has no immunity, resulting in several simultaneous epidemics worldwide with enormous numbers of deaths and illness.« Zu deutsch: »Eine Grippe-Pandemie tritt auf, wenn ein neues Grippevirus erscheint, gegen das die Menschheit keine Immunität besitzt, was zu mehreren gleichzeitigen Epidemien mit einer enormen Zahl von Toten und Erkrankungen weltweit führt.«

Diese Definition (oder Beschreibung) stand nicht nur in der Webpräsenz der WHO, sondern fand sich auch in zahlreichen Dokumenten, die die Organisation während dieser Zeit publizierte.

»Am 4. Mai 2009«, so Doshi weiter, »knapp einen Monat bevor die H1N1-Pandemie ausgerufen wurde, wurde die Webseite aufgrund der Nachfrage eines Journalisten geändert. Die Worte ›mit einer enormen Zahl von Toten und Erkrankungen weltweit‹ wurden entfernt, und in der neuen Fassung hieß es lediglich: ›An influenza pandemic may occur when a new influenza virus appears against which the human population has no immunity.‹ [Eine Grippe-Pandemie kann eintreten, wenn ein neues Grippevirus erscheint, gegen das die Menschheit keine Immunität besitzt.] Monate später sollte der Europarat diese Änderung als Beweis dafür zitieren, dass die WHO ihre Definition der Grippe-Pandemie geändert hatte, um eine Pandemie ausrufen zu können, ohne die Schwere der Erkrankungen, die durch H1N1 hervorgerufen wurde, nachweisen zu müssen.«

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