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Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

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Die aktuelle Corona-Krise zeigt vor allem Angst

Unsere Normalität zerbricht. Offenbar war sie gebrechlicher, als wir ahnten. Doch scheinen auch wir geneigt, den »Verlust zu verschmerzen«, wie Kleists Kohlhaas. Was ist geschehen?

»Die Fledermäuse sind ein ganz merkwürdiges Tiergeschlecht. Die Fledermäuse überwinden gar nicht durch das Innere ihres Körpers die Schwere der Erde. Sie sind nicht lichtleicht wie der Schmetterling, sie sind nicht wärmeleicht wie der Vogel, sie unterliegen schon der Schwere der Erde und fühlen sich auch schon in ihrem Fleisch und Bein.« Rudolf Steiner, 27.10.1923, GA 230.

Gastbeitrag von Sebastian Lorenz

Man kann vermuten, dass bis heute in Europa nicht Zehntausende, sondern hunderte Millionen Menschen vom Corona-Virus SARS-CoV-2 und der von ihm ausgehenden Infektionskrankheit, Corona-Virus Infectious Disease of 2019 (CoVID-19) betroffen sind. Die meisten werden nicht unmittelbar erkrankt sein, doch ist die epidemische Angst vor Ansteckung und Tod inzwischen in fast allen Ländern Europas soweit angestiegen, dass die Behörden drastische Eingriffe in das Leben, in die Grundrechte und in den Alltag der Bevölkerungen vornehmen.

Schulen und Universitäten sind geschlossen, anfangs nicht mehr als 1000 dann nicht mehr als zwei oder drei Menschen dürfen sich in der Öffentlichkeit begegnen. Mit rechtlich mehr oder weniger stark bindenden Weisungen oder Hinweisen und durch vorbeugende Selbstbegrenzung wurde das soziale und kulturelle Leben Mitte März binnen kurzer Zeit für Monate stillgelegt. Die Infektionszahlen, Erkrankungs- und Sterberaten bleiben bisher jedoch insgesamt noch im Rahmen der Erfahrungswerte ähnlicher Grippewellen.

Zeitgleich mit der losgetretenen medialen Informationslawine zu Corona und zu den harten Eingriffen in die Freiheiten und Rechte der Bürger entsteht – soweit beobachtet zunächst nur im deutschen Sprachraum – nun ein heftiger Streit zwischen den Experten der Virologie wie Christian Drosten (Charité Berlin) und Alexander Kekulé (Universität Halle) oder Daniel Koch vom schweizerischen BAG einerseits und einer Minderheit von zur Besonnenheit mahnenden Stimmen, die die Fakten zu der grippeartigen neuen Erkrankung relativieren, historisch einordnen und die harten Maßnahmen der Regierungen hinterfragen.

Menschen wie Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi oder Andres Bircher gelten der Mehrheit als fahrlässige Abwiegler oder werden als gefährliche Extremisten verurteilt, während die meisten Medien die Gefährdungsperspektive stark verdichten und allseitig Angst auslösen. Wozu werden wir hier aufgefordert?

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