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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Die offene Gesellschaft und ihre Anthroposophen

Von Verschwörungstheorien, dem »Kampf gegen Rechts« und anderen Unschärfen.

Karl Popper um 1980. Der Schöpfer des Begriffs der »offenen Gesellschaft«.

Gastbeitrag von Ralf Sonnenberg

Im Juli/August 2018 veröffentlichte das Magazin »Info3« eine von acht prominenten Repräsentanten der Anthroposophie in Deutschland unterzeichnete und wenig später von den Zeitschriften »Anthroposophie« und »Anthroposophie weltweit« nachgedruckte Erklärung, wonach Verschwörungstheorien mit liberalem respektive anthroposophischem Denken unvereinbar seien. Im Umfeld der Anthroposophie, so die Initiatoren, begegne man immer häufiger »Vertretern der krudesten Ideologien«: angefangen bei der »Holocaustleugnung« über »Theorien der Verschwörung durch Juden, Jesuiten, Bilderberger oder Freimaurer, spirituell verbrämte Deutschtümelei und Bekämpfung des längst überholten Vorwurfs der deutschen Alleinschuld für den Ersten Weltkrieg« bis hin zu »Mutmaßungen über von Geheimdiensten inszenierte Terroranschläge und Annahmen über die Manipulation des politischen Lebens sowie der Medien durch geheime Zirkel«. Der »gemeinsame Nenner« dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Verschwörungsfabulate sei »die Fixierung auf ›das Böse‹ und sein Wirken in der Welt sowie die Auffassung des Weltgeschehens als einem von einer kleinen Gruppe manipulierten Marionettentheater.« Der Rekurs »auf das Wirken unheilvoller Mächte« und vermeintlicher Konspirationen, so die Erklärung weiter, bewirke eine »passive Zuschauerhaltung, die dem Entwicklungsimpuls der Anthroposophie« zuwiderlaufe ...

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