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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Band 1 | 1875–1952

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Worum es geht, beschreibt die Einleitung.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung

Band 2 | 1953–1982

Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Albert Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft.

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Die unheilbare Krankheit der Zentralbanker

Über die unheilbare Krankheit der Zentralbanker schreibt der Philosoph Fabio Vighi in einem Essay, der im  Oktober 2021 erschienen ist. Die unheilbare Krankheit ist die Krankheit des Kapitalismus, Covid-19 ist ihr Symptom. Vighi setzt im hier veröffentlichten Essay Überlegungen fort, die er im August unter dem Titel Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Systemzusammenbruch und Pandemiesimulation vorgelegt hat.

Die unheilbare Krankheit der Zentralbanker

Federal Reserve Bank, New York, CC-BY SA 3.0. Wikipedia (https://t1p.de/fed)

Die unheilbare Krankheit der Zentralbanker

»Schafe verbringen ihr ganzes Leben damit, sich vor dem Wolf zu fürchten, aber am Ende werden sie vom Hirten aufgegessen.« (Populäres Sprichwort)

Inzwischen sollte klar sein, dass COVID-19 im Wesentlichen ein Symptom für den Amoklauf des Finanzkapitals ist. Im weiteren Sinne ist es Symptom für eine Welt, die nicht mehr in der Lage ist, sich durch den Gewinn aus menschlicher Arbeit zu reproduzieren, und daher der kompensatorischen Logik des permanenten Gelddopings verfällt. Die strukturelle Schrumpfung der arbeitsbasierten Wirtschaft bläht den Finanzsektor auf, dessen Volatilität nur durch globale Notfälle, Massenpropaganda und Tyrannei in Form von Biosicherheit eingedämmt werden kann. Vermögen wir diesem Teufelskreis zu entrinnen?

Seit der dritten industriellen Revolution (Mikroelektronik in den 1980er Jahren) ist der automatisierte Kapitalismus damit beschäftigt, seine eigene Substanz, die Lohnarbeit abzuschaffen. Wir haben inzwischen das Stadium erreicht, in dem es keine Umkehr mehr gibt. Aufgrund des eskalierenden technologischen Fortschritts verliert der aus der menschlichen Arbeitskraft herausgepresste Mehrwert rasant an Bedeutung. Mit der Entfesselung der künstlichen Intelligenz erübrigt sie sich endgültig – Game Over.

Das Fundament unserer Welt ist nicht länger die gesellschaftlich notwendige Arbeit, die in Waren wie Autos, Telefonen oder Zahnpasta enthalten ist. Vielmehr liegt es in leicht entzündlichen, schuldenbasierten Spekulationen auf Finanzwerte wie Aktien, Anleihen, Futures und vor allem Derivate, deren Wert auf unbestimmte Zeit verbrieft ist. Nur der religiöse Glaube, dass die Masse solcher Spekulationsobjekte einen Wert erzeugt, hindert uns daran, den gähnenden Abgrund unter unseren Füßen zu sehen. Und wenn unser Glaube schwindet, greift die göttliche Vorsehung ein, indem sie uns mit apokalyptischen Seuchenerzählungen und die dazugehörigen Heilsgeschichten in kollektive Hypnose versetzt.

Doch die Realität ist hartnäckig und klopft ständig an unsere Tür. Während sich der Finanztumor im Körper der Gesellschaft ausbreitet, entscheidet sich das Kapital dafür, seinen leviathanschen Doppelgänger zu entfesseln, einen Vampir, der sich an globalen Notlagen und digitalen Geschäftsmodellen mästet, und das Potenzial hat, das gesamte Leben auf der Erde dem Imperativ der Sicherheit zu unterwerfen. Die Zeichen stehen auf Sturm, eine »weiche Diktatur« starrt uns bereits an. Widerstand besteht heute darin, die Unantastbarkeit der Menschenwürde als unverhandelbaren Ausgangspunkt für den Aufbau einer alternativen Gesellschaftsform zu verteidigen. Noch haben wir Zeit, aber wir brauchen kritisches Bewusstsein, Mut und ein kollektives Erwachen.

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