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Eskalation des Eymann-Konflikts und der »Verrat am Vorstandgedanken« 1942

Im Januar 1942 wurde in Bern die »Freie Pädagogische Vereinigung« gegründet. Hintergrund war die Tatsache, dass sich die Berner Gegner der Anthroposophie und Rudolf-Steiner-Pädagogik keineswegs mit der Entlassung Eymanns zufrieden gaben, sondern alle Lehrer aus Staatsschulen entfernen wollten, die diese Pädagogik praktizierten. Binnen vier Jahren nach Eymanns Ausschaltung wollte man dieses Ziel erreichen.

Die Vereinigung stellte sich drei Aufgaben: die Organisation und Koordination der Abwehr gegen die staatliche Säuberung, ein gründliches Studium der Erkenntnisgrundlagen der Waldorfpädagogik, das sicherstellen sollte, dass sich keine oberflächlichen Mitläufer zu Unrecht auf sie beriefen und eine Untersuchung der Frage, in welchem Umfang diese Pädagogik im Rahmen des staatlichen Lehrplans verwirklicht werden konnte. Dies brachte Eymann auch am 26. Februar 1942 in einem Brief an Marie Steiner zum Ausdruck. Bei der Gründungsversammlung tags zuvor wurden Friedrich Eymann, Ernst Bühlmann, Huldreich Schüpbach, Max Leist, Ernst Bühler, Walter Berger, Emilie Näf, Rudolf Saurer, Robert Pfister, Werner Jaggi, Elisabeth Zurbuchen und Willy Hug in den Vorstand berufen; Schüpbach übernahm das Amt des Präsidenten.

Den ersten beiden Artikeln der Statuten ist zu entnehmen, dass die Vereinigung die »von Pestalozzi geforderte und von Steiner begründete Erziehungsweise fördern und ausbauen« sollte, und dass eine Mitgliedschaft in ihr nicht die Mitgliedschaft in der anthroposophischen Gesellschaft voraussetzte. Wörtlich hieß es in Artikel 2: »Die Vereinigung stellt sich grundsätzlich positiv zur Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft als einer Gründung Rudolf Steiners, überlässt es aber der Freiheit des einzelnen Mitgliedes, wie es sein Verhältnis zur Gesellschaft bestimmen will«.

Albert Steffen erfuhr von dieser Gründung zuerst durch Gerüchte und empfand die Tatsache, dass er von den Gründern nicht um Erlaubnis gebeten oder über die Gründung vorab informiert worden war, erneut als »Negation« durch Eymann. Marie Steiner hingegen begrüßte die Initiative und unterstützte sie.

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