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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Gefährdete Freiheit (1) – Rudolf Steiners Rede von drohenden Denkverboten

Rechtfertigt die Entwicklung der westlichen Gesellschaften einen Titel wie »gefährdete Freiheit«? Oder betreiben jene, die von staatlicher Zensur, von »Mainstream«, von einer Verengung des »Meinungskorridors« und dergleichen reden, nur Panikmache?

Zensur

Dass die Freiheit ein allzeit gefährdetes Gut ist, stellt gewiss keine neue Einsicht dar. Schwieriger ist es, den Stand ihrer Verwirklichung und Sicherung zu einem bestimmten Zeitpnkt in einer spezifischen Gesellschaft zu bestimmen, zumal wenn man dieser Gesellschaft selbst angehört und sich an ihren politischen Auseinandersetzungen beteiligt. Günstig könnte sich daher erweisen, die Frage aus einer anderen Perspektive als der zeitgenössischen zu betrachten. Zum Beispiel im Vorausblick auf die Gegenwart aus dem Jahr 1916.

In zwei Vorträgen, die Steiner im zweiten Kriegsjahr (1916) zu Berlin hielt, beschrieb er gewisse Tendenzen der bevorstehenden Kulturentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert, die den Titel »gefährdete Freiheit« zu rechtfertigen scheinen.

Im ersten der beiden, am 28. März, berichtete er, wie es zu der Feindseligkeit Annie Besants ihm bzw. der anthroposophischen Bewegung gegenüber gekommen war.

Er erzählte von H.P. Blavatsky und britischen Okkultisten, die aus der Geschichte Griechenlands und Roms die Idee abgeleitet hätten, das Angelsachsentum müsse in der fünften Kulturepoche (ab der Neuzeit) die Welt beherrschen (okkulter Imperialismus). Ein Aspekt dieses okkulten Imperialismus war die Vorstellung, der britische Geist sei die »Amme« der slawischen Völker, die sich im kulturellen Kindheitszustand befänden und ebenso durch die Angelsachsen herangezogen werden müssten, wie die mittel- und westeuropäischen Völker durch den griechisch-lateinischen Geist.

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