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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Gefährdete Freiheit an Universitäten und Hochschulen?

Die freie Rede und die ihr zugrunde liegende Freiheit der Urteilsbildung dürften zu den wichtigsten Werten gehören, denen akademische Institutionen verpflichtet sind. Zumindest spielten sie im Selbstverständnis der Universität und der Geschichte der Wissenschaften bislang eine herausragende Rolle.

Verbietet uns endlich

Die freie Urteilsbildung – d.h., die nicht durch Staat oder Kirche oder andere gesellschaftliche Instanzen behinderte Forschung –und der Austausch über die gewonnenen Erkenntnisse mit anderen, die dem gleichen Ideal verpflichtet sind, bilden die Hefe des Erkenntnisfortschritts.

Ihnen werden im Betrieb der Wissenschaft eine Reihe von Funktionen zugeschrieben: die freie Rede ermöglicht die Korrektur von Fehlern und eine elegante Lösung von Konflikten. Im Streit der Argumente und Beweisführungen werden schlechte Ideen durch bessere verdrängt (meist jedenfalls), da der Austausch über sie öffentlich stattfindet, jeder sie überprüfen und Einwände vorbringen kann. Die freie Rede erfüllt außerdem eine zivilisierende Funktion, da wir uns nicht mehr gegenseitig die Köpfe einschlagen müssen, sondern das Faustgefecht durch das Wortgefecht ersetzen können.

In welchem Verhältnis die Universität, überhaupt das Bildungssystem einer Gesellschaft zu Staat und Wirtschaft steht, die sie beaufsichtigen bzw. finanzieren, ist eine andere Frage, die allerdings mitbedacht werden muss, wenn man über »akademische Freiheit« redet. Wenn Universitäten »staatlich« – also Ministerien unterstellt – sind, liegt das auf der Hand. »Bildungspolitik« ist Parteipolitik, die Kultusbürokratien geben bis in die Grundschulen die Marschrichtung vor.

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