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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Gefährdete Freiheit. Vorschläge zu ihrer Verteidigung

Im ersten Teil unserer Auseinandersetzung mit Noah Carls Essays über die gefährdete Freiheit wurde darauf hingewiesen, dass der Autor einen Aspekt des Problems, wie Universitäten und Hochschulen in der Gesellschaft verankert sind, ausgeblendet habe: nämlich die Interferenz zwischen Bildung (Institutionen zur Weitergabe und Fortentwicklung von Kultur) und Ökonomie (Unternehmen, deren Wertschöpfung letztendlich das gesamte Kultursystem einer Gesellschaft unterhält, auch den »steuerfinanzierten« Teil).

Jonathan Haidt

Jonathan Haidt, 2012. Miller Center of Public Affairs, Charlottesville, VA – Flickr, CC BY 2.0.

In einem zweiten Aufsatz geht Carl nun aber auf Vorschläge zu ihrer Verteidigung ein. Zu diesen gehören auch solche, die sich auf die Finanzierung des Bildungswesens beziehen. Der erwähnte Hinweis gilt also nur für den ersten Aufsatz.

Insgesamt stellt er acht Ideen vor: 1. Druck auf die Institutionen, 2. finanzielle Austrocknung, 3. Gründung neuer Universitäten, 4. vorbeugende Selbstverpflichtungen, 5. Einführung von »Vorkämpfern (»champions«) der akademischen Freiheit«, 6. Aufnahme des Kriteriums der akademischen Freiheit in Rankinglisten, 7. Gründung eines akademischen Verteidigungsbündnisses, 8. Gründung neuer Zeitschriften.

Zunächst geht es laut Carl darum, die Öffentlichkeit für das existierende Problem zu sensibilisieren. Dem Ideal der Freiheit verbundene Akademiker, Spender und andere Interessengruppen sollten auf die Institutionen, denen sie verbunden sind, mäßigenden Einfluss ausüben.Besondere Verdienste hat sich Carls Auffassung nach der Sozialpsychologe Jonathan Haidt bei dieser Sensibilisierung erworben, der zusammen mit Greg Lukianoff das Buch The Coddling of the American Mind (Die Verhätschelung des amerikanischen Geistes) verfasste und mit dem Rechtswissenschaftler Nicholas Quinn Rosenkranz die Heterodoxe Akademie gründete.

Beispielhaft für Haidts Argumentation stehen zwei Vorträge.

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