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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Gehirnsexismus! Ein Professor ist empört

Neulich platzte Larry Cahill, einem renommierten Gehirnforscher an der Universität von Kalifornien in Irvine (UCI), der Kragen. In der Zeitschrift Nature stieß er auf einen Beitrag mit dem Titel Gehirnsexismus: der Mythos, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirne haben. Der Untertitel ließ seinen Blutdruck noch mehr in die Höhe schnellen: »Die Jagd nach männlichen und weiblichen Eigenschaften im Schädel ist ein Beispiel schlechter Forschungspraxis«. 

Bei näherem Zusehen handelte es sich um die Rezension des Buches einer entfernten Kollegin, der Professorin für »kognitives Neuroimaging« Gina Rippon von der Universität Birmingham (GB), mit dem nicht weniger skurrilen Titel: Das gegenderte Gehirn: Die neue Gehirnforschung, die den Mythos des weiblichen Gehirns zertrümmert.

Cahill ließ das Ärgernis nicht auf sich beruhen, sondern wandte sich an den Herausgeber, der ihm vorschlug, einen Leserbrief zu schreiben. Das schien ihm der Bedeutung der Sache nicht zu entsprechen. Umso bereitwilliger ließ er sich auf das Angebot des australischen Online-Magazins Quillette ein, den dreifachen Skandal (Buch, Rezension und Publikation der letzteren in der Zeitschrift Nature) öffentlich anzuprangern. Er schrieb eine Polemik für dieses Forum der Unangepassten und Renitenten, das sich im englischen Sprachraum für die Freiheit des Denkens und der Rede einsetzt und der ideologischen Verformung von Wissenschaft und Gesellschaft entgegenstellt, dessen Gründer-Herausgeberin Claire Lehmann nachgesagt wird, sie sei die Stimme des intellectual dark web

Sein Beitrag, der am 29. März erschien, ist überschrieben: Denying the Neuroscience of Sex Differences, zu Deutsch etwa: Die Leugnung der Forschungsergebnisse der Gehirnforschung bezüglich der Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Gehirn – Deutsch ist eben doch eine etwas kompliziertere Sprache als Englisch.

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