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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Band 1 | 1875–1952

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Worum es geht, beschreibt die Einleitung.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung

Band 2 | 1953–1982

Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Albert Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft.

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Im Schatten der Pandemie

Im Schatten der Pandemie hat sich unsere Seelenverfassung und unser Verständnis des sozialen Lebens grundlegend verändert. Emotionen, von denen wir glaubten, sie hätten dank unserer intellektuellen oder moralischen Reife ihre Bedeutung verloren, kehrten aus ihrem Exil zurück. Emotionen wie Angst, Wut und Zorn. Große Teile unseres alltäglichen Lebens, die wir früher für selbstverständlich hielten, standen plötzlich unter Generalverdacht. Deshalb mussten sie untersagt und sanktioniert werden.

Im Schatten der Pandemie

© Lorenzo Ravagli

Wer hätte sich jemals vorstellen können, dass die Weigerung, Chirurgenmasken im Supermarkt zu tragen, Geldbußen oder Freiheitsstrafen zur Folge haben könnte? Wer, dass er Angehörige im Krankenhaus gar nicht mehr oder nur noch einmal pro Woche für eine Stunde besuchen dürfte? Dass verboten werden könnte, auf Parkbänken zu sitzen? Dass es untersagt würde, in den eigenen vier Wänden Eltern, Kinder oder Großeltern zu treffen? Auch das Vertrauen mancher in den Staat, die Justiz und die Wissenschaft wurde erschüttert. Und unser Glaube daran, dass der Mensch ein vernunftbegabtes Lebewesen sei. Blicken wir ein wenig zurück, um das Ausmaß dieser Erschütterung einzuordnen.

1633 wurde Galilei für seine These, die Erde drehe sich um die Sonne, vor die Heilige Inquisition zitiert. Die Inquisition wachte mit der ganzen Autorität der Kirche über eine offizielle Wahrheit, gegen die kein Widerspruch geduldet wurde, mochte er sich noch so sehr auf Beobachtung und den gesunden Menschenverstand berufen. Abweichende Meinungen stellten die herrschende Weltsicht in Frage und mussten daher unterdrückt werden. Die Kirche sah ihre kulturelle Hegemonie gefährdet, wie man heute sagt. Das Instrumentarium, das der Inquisition zur Verfügung stand, reichte von Zensur bis zu Gefängnis und Folter, ja sogar dem Scheiterhaufen (Giordano Bruno). Diese Zwangsmittel hätte sie nicht anwenden können, wenn nicht der größte Teil der Gesellschaft die Hegemonie der Kirche weiterhin akzeptiert hätte.

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