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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Band 1 | 1875–1952

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Worum es geht, beschreibt die Einleitung.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung

Band 2 | 1953–1982

Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Albert Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft.

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Innen und Außen. Zur »Corona-Krise«. Eine Momentaufnahme

Innen und Außen. Leere Betten, leere Schulen, leere Straßen. Corona-Krise. Wo gehen wir hin?

Murnauer Moos. Blick auf Ester- und Ammergebirge © 2020. Lorenzo Ravagli

Murnauer Moos. Blick auf Ester- und Ammergebirge © 2020. Lorenzo Ravagli

In unserer Zeit ist der Autoritätsglaube ungeheuer gewachsen, ungeheuer intensiv geworden, und unter seinem Einfluss entwickelt sich eine gewisse Hilflosigkeit der Menschen in Bezug auf das Urteilen. (…) Auf dem Gebiet der Medizin, auf dem Gebiet der Jurisprudenz, aber auch auf allen sonstigen Gebieten erklären sich die Menschen von vorneherein für unzuständig, ein Verständnis zu erwerben, und nehmen dasjenige nun, was die Wissenschaft sagt, hin.

aus: Rudolf Steiner, Vortrag vom 10. Oktober 1916 in Zürich, GA 168 – Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten)

… schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen!
Wacht darüber, dass eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

aus: Günter Eich, »Träume«, 1953

Gastbeitrag von Andreas Laudert

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Leere Betten oder Was ist wirklich?

Mitte bis Ende März machte ich einen Test. Nicht systematisch, mit ausgefeilter Statistik, sondern mehr beiläufig, und dennoch aber stetig. Ich fragte, wenn es sich ergab, Nachbarn oder Kollegen, die ich beim Einkauf traf, nach Corona-Vorfällen in ihrem Bekanntenkreis. Ich fragte ebenso aus Anteilnahme wie aus »Forschungsinteresse«. Kaum jemand wusste von gravierenden Fällen zu berichten. Zwar kam es vor, dass jemand milde Symptome zeigte, positiv getestet worden war oder sich in Quarantäne aufhielt. Solche Fälle flossen von Anfang an, wenn ich es als Laie richtig verstand, in die in den Abendnachrichten unentwegt aktualisierte Zahl der Infizierten ein. Aber Infizierte waren – zumindest ergab dies ein schlichter Abgleich an der Wirklichkeit des eigenen Umfelds – nicht automatisch auch Erkrankte, und Erkrankte waren nicht automatisch Behandlungsbedürftige.

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