suche | spenden | impressum | datenschutz

Diese Webseite durchsuchen


Anzeigen

Wenn Sie auf dieser Seite keine Anzeigen sehen, haben Sie einen Adblocker installiert. Bitte fügen Sie für anthroweb.info eine Ausnahmeregel ein. Damit unterstützen Sie das unentgeltliche Angebot dieser Webseite.


Produktlinks


Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

Hier bestellen


Könnt Euch mein Atem doch entzünden!

»Egmonts Freiheit oder den Tod!«, ruft seine Geliebte aus, als sie von dessen Verhaftung erfährt. Mit Engelszungen versucht sie die Bürger von Brüssel dazu zu bewegen, sich für seine Befreiung einzusetzen. »Mit seinem Atem fliegt der letzte Hauch der Freiheit … Die große Seele, die euch alle trug, beschränkt ein Kerker, und Schauer tückischen Mordes schweben um sie her.« »Könnt euch mein Atem doch entzünden! – Wie eine Fahne wehrlos ein edles Heer von Kriegern wehend anführt, so soll mein Geist um eure Häupter flammen, und Liebe und Mut das schwankende zerstreute Volk zu einem fürchterlichen Heer vereinigen.«

Kpnnt Euch mein Atem doch entzünden

Graf Lamoral von Egmond, Fürst von Gavre 1522-1568

Anfang September 1787 vollendete Johann Wolfgang von Goethe seinen »Egmont« in Rom. Umgeben vom Glanz der Macht einer jahrtausendealten Institution, schrieb er gegen deren Herrschaft an, die mit der Sorge um das Heil der ihr anvertrauten Seelen jede erdenkliche Grausamkeit gerechtfertigt hatte. Zwei Jahre vor der französischen Revolution blickte er auf das 16. Jahrhundert und den Freiheitskampf der Niederlande zurück, der mit der Errichtung von Inquisitionsgerichten durch den Herzog von Alba einen herben Rückschlag erlitten hatte. Von Philipp II. ausgesandt, um die Unruhen von Bilderstürmern im Jahr 1566 niederzuschlagen, die Kirchen und Kathedralen verwüstet hatten, griff Alba mit eiserner Faust nicht nur unter den Bürgern der Handelsstädte durch, sondern auch unter den Adligen, die sich dem Protestantismus zugewandt hatten.

Als Alba mit seinem Expeditionsheer im August 1567 in Brüssel eintraf, um die Regentin Margarete von Parma, die Halbschwester Philipp II. abzulösen, hatte er unterschriebene Todesurteile gegen des Verrats verdächtige Adlige bereits im Gepäck. Zu seinen Opfern gehörte Lamoral Graf von Egmont und Prinz von Gaure, der aus einem der ältesten Adelshäuser der Niederlande stammte. Zusammen mit anderen wurde er gefangen genommen und des Hochverrats angeklagt. Dass er Träger des Goldenen Vlieses war, und eigentlich nur von Mitgliedern seines Ordens zur Rechenschaft gezogen werden durfte, nützte ihm nichts. Auch nicht die flehentlichen Appelle, die seine durch die Beschlagnahmung seiner Besitztümer verarmte Frau an den spanischen König, an Herzog Alba oder den Kaiser richtete. Versuche Wilhelm von Oraniens, zu seinen Gunsten militärisch zu intervenieren, schlugen fehl. Am 2. Juni 1568 wurden Egmont und einige weitere Aufständische zum Tode verurteilt und drei Tage später auf dem Marktplatz von Brüssel öffentlich enthauptet.

Lesen Sie weiter

To top

nach Oben