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Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

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Mechanisierung des Geistes, Animalisierung der Seele, Vegetarisierung des Leibes

Von der Mechanisierung des Geistes, der Animalisierung der Seele und der Vegetarisierung des Leibes als einer Auswirkung des Marxismus-Leninismus hatte Steiner 1919 gesprochen. Diese geistesgeschichtlichen Motive griff Virginia Sease in ihrem Bericht über die USA auf.

Zunächst jedoch schilderte der Generalsekretär Paul Henri Bideau die Situation in Frankreich. In diesem Land amtierte nach dem Bruch der Koalition zwischen Sozialisten und Kommunisten seit 1984 der zweite Premierminister, Laurent Fabius, der aufgrund der fatalen Folgen der sozialistischen Verstaatlichungs- und Wohlfahrtspolitik auf einen Austeritätskurs umgeschwenkt war. Fabius verkaufte sein Programm als »Modernisierung«, als Verschlankung des Staates und Effizienzsteigerung der Ökonomie, ähnlich wie Margaret Thatcher zu dieser Zeit in Großbritannien. Ernannt worden war er wie sein Vorgänger vom Staatspräsidenten François Mitterrand, der dem Hüter der laizistischen Zivilreligion, dem Grande Orient de France nahestand.

Seit 1979 hatte die Action directe (AD), eine mit der RAF in Verbindung stehende Terrororganisation, mit Bombenanschlägen auf die Behörde für Gegenspionage, die Gendarmerie, das Verkehrsministerium und weitere Ziele für Beunruhigung gesorgt. Im Januar 1985 war General Audran, der eine hohe Position im Verteidigungsministerium bekleidete, von Mitgliedern der AD vor seinem Haus in der Nähe von Paris erschossen worden. Später in diesem Jahr führte sie gemeinsam mit der RAF einen Sprengstoffanschlag auf die Rhein-Main-Luftwaffenbasis in Frankfurt durch. Im November 1986 sollte ihr der Renault-Chef Georges Besse zum Opfer fallen. Terrorismus war aber in Frankreich nicht nur gegen den Staat gerichtet, sondern ging auch von ihm aus, wie die bereits geschilderte Versenkung der Rainbow Warrior in Neuseeland am 10. Juli 1985 bezeugt.

Bideau wies auf die aus seiner Sicht in Frankreich erkennbaren, bedenklichen Kehrseiten der von Fabius propagierten »Modernisierung« hin, die selbstverständlich nicht allein dieses Land betrafen: die rasante Entwicklung der Computertechnologie, die in die Domäne der Primärbildung einzudringen drohte, den Vormarsch des technokratischen Denkens in der Medizin, der sich in der Entnaturalisierung der Geburt und des Todes durch Leihmütterschaft und Befürwortung der Euthanasie zeigte, die mit dem Recht auf einen »würdigen Tod« legitimiert wurde. 1982 war das Buch Suicide, mode d’emploi von Claude Guillon und Yves Le Bonniec erschienen.Die »Gebrauchsanleitung zum Selbstmord«, die einen Überblick über die wirksamsten Techniken der Selbsttötung und die effektivsten Medikamente gab, sollte 1987 durch ein Gesetz verboten werden, das Aufforderung zum Selbstmord unter Strafe stellte.

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