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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Staatsmacht und Massenhysterie in Coronazeiten

Massenhysterie ist ein von verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen diskutiertes Phänomen. Welche Rolle spielt die Staatsmacht in der gegenwärtigen COVID-19-Massenhysterie? Eine Gruppe von Ökonomen und Soziologen aus Madrid und Chile hat diese Frage untersucht und dazu im Februar 2021 im International Journal of Environmental Research and Public Health ihre Ergebnisse publiziert. Den Autoren zufolge gibt es eine eindeutige Beziehung zwischen Staatsmacht und Massenhysterie.

Staatsmacht und Massenwahn

Hieronymus Bosch, Garten der Lüste, Hölle.

Je mächtiger ein Staat, desto größer seine Zugriffsmöglichkeiten auf das öffentliche und private Leben, desto größer auch sein Effekt als Treiber einer Massenhysterie.

Die Autoren legen den Grund zu einer »politischen Ökonomie der Massenhysterie«.Sie gehen davon aus, dass negative Informationen, die durch Massenmedien kontinuierlich verbreitet werden, die öffentliche Gesundheit durch Nocebo-Effekte und Massenhysterie negativ beeinflussen. Einen solchen Einfluss üben Massen- und digitale Medien zusammen mit dem Staat in der COVID-19-Krise aus. Die daraus resultierende kollektive Hysterie hat zu politischen Fehlentscheidungen beigetragen, die nicht im Einklang mit bis dahin geltenden Gesundheitsempfehlungen standen. Je größer der Einfluss des Staates auf das öffentliche Leben, so die Autoren, um so größer der mögliche angerichtete Schaden. In einem libertären Nachtwächter- oder Minimalstaat können zwar auch Massenhysterien entstehen; solche Gesellschaften verfügen aber über effektive Mechanismen der Selbstkorrektur, wie z. B. unantastbare private Eigentumsrechte und begrenzen daher den angerichteten Schaden. Die Massenhysterie wird verschärft und verstärkt sich selbst, wenn die negativen Informationen aus einer autoritativen Quelle kommen, wenn die Medien politisiert sind und soziale Netzwerke die negativen Informationen überall verbreiten.

Öffentliche Gesundheitssysteme sind ein wichtiger Teil des Sozial- oder Wohlfahrtsstaats. In der Tat wird allgemein angenommen, dass ein Hauptzweck des Sozial- oder Wohlfahrtsstaats die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit ist. Die Autoren hinterfragen dieses Narrativ in Bezug auf das Phänomen der Massenhysterie. Ich übersetze hier die wesentlichen Teile ihrer Untersuchung.

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