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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Über das geborgte Leben der Untoten

In Krisenzeiten Orientierung in der Geisterkenntnis zu suchen, ist nicht der schlechteste Rat. Das gilt auch für Pandemien wie die jetzige, in der das geborgte Leben der Untoten manifest wird.

Wer von der Überzeugung durchdrungen ist, dass alles, was auf der Erde und im Kosmos geschieht, mit dem Menschen zu tun hat, auf den die gesamte Evolution gemäß dem Prolog des Johannes-Evangeliums von Anbeginn hinsteuerte, wird auch die Geschehnisse, die ihm durch die Natur widerfahren, seien es Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Epidemien, nicht als von ihm selbst abgelöste Ereignisse auffassen können, vielmehr wird er sie als Lebensvorgänge eines makrokosmischen Organismus betrachten, von dem die Menschheit lediglich ein Teil, wenn auch ein zentraler ist, allen neuzeitlichen Dementis zum Trotz.

Aus dieser Perspektive erscheinen äußere Ereignisse stets auch als Gebärden einer Sprache, die durch ein Denken gedeutet werden kann, das jenen realen geistigen Zusammenhang des Weltgeschehens aufsucht. Durch epidemische oder pandemische Erkrankungen, die in Verbindung mit Viren auftreten, offenbart sich das Verhältnis des menschlichen Ich zum Leib als einem Teil der Außenwelt. Das Immunsystem erscheint als Abbild dieses Ich, das dessen Abgrenzung zur Außenwelt reguliert. Es ist ein Bild der Selbstbehauptung, einer Selbstbehauptung, die nicht auf Abkapselung beruht, sondern auf Offenheit und Wachsamkeit, gegebenenfalls auf aktivem Widerstand gegen Bestandteile der Außenwelt, die als fremd und gefährlich erkannt werden. Gefährlich deswegen, weil sie die Integrität, die Autonomie und Selbstständigkeit dieses Ich untergraben.

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