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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Verabschiedung des Rassismus. Ein Bericht (1)

Soeben ist ein Bericht der britischen Kommission zu »rassischen und ethnischen Ungleichheiten« erschienen, die vergangenes Jahr vom britischen Premierminister eingesetzt wurde. Der Bericht stellt eine Verabschiedung des Rassismus dar. Die elfköpfige Kommission, der ein einziges »weißes« Mitglied angehört, gibt Entwarnung hinsichtlich überzogener Rassismusvorwürfe gegen die englische Gesellschaft und warnt vor einem eskalierenden Gebrauch solcher Vorwürfe, der weder Benachteiligten nützt, noch den Tatsachen entspricht.

Verabschiedung des Rassismus

Die ersten sechs Mitglieder der Kommission

Insbesondere kritisiert der Bericht eine »schrille Form des Anti-Rassismus-Denkens«, das alle Benachteiligungen von Minderheiten auf die Diskriminierung durch Weiße zurückführe. Diese lenke die Aufmerksamkeit von anderen Gründen für Erfolg und Misserfolg von Minderheiten ab, zu denen auch solche gehörten, die in den Kulturen und Einstellungen dieser Minderheiten selbst lägen. Man beachte auch, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kommission von »Rassen« spricht, ohne diesen Begriff in irgendeiner Weise zu problematisieren. Logisch ist dies allemal, da es ohne die Voraussetzung unterscheidbarer »Rassen« (mögen diese nun biologisch fundiert oder gesellschaftlich konstruiert sein) keine »Gleichstellung« derselben geben kann.

In diesem und einem folgenden Beitrag werden einige einschlägige Passagen des Berichts übersetzt.

Vorwort des Vorsitzenden Tony Sewell

Letzten Sommer fragte mich der Premierminister, ob ich bereit wäre, den Vorsitz einer Kommission zu übernehmen, die die rassischen und ethnischen Ungleichheiten in Großbritannien untersuchen sollte. Er war der Meinung, dass das Vereinigte Königreich wichtige Fragen über den Zustand der heutigen Beziehungen zwischen den Rassen erörtern müsse und dass eine gründliche Untersuchung der Ursachen für das Fortbestehen so vieler Ungleichheiten notwendig sei. Wir sollten herausfinden, was getan werden kann, um sie zu beseitigen oder abzuschwächen. Ich stimmte bereitwillig zu: Ich habe mein ganzes Arbeitsleben als Pädagoge verbracht und mich dieser Sache gewidmet.

Die Kommission wurde mit 10 (11) Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen wie Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Rundfunk, Medizin und Polizeiarbeit besetzt. Und mit einer Ausnahme stammen alle aus ethnischen Minderheiten. Mit dem Auftrag, rassische und ethnische Ungleichheiten in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Kriminalität und Polizeiarbeit sowie Gesundheit zu untersuchen, trafen wir uns zum ersten Mal virtuell im Juli. Wie so viele von Ihnen in Ihren eigenen Familien- und Arbeitssituationen während dieser Zeit von COVID-19, hat sich die Kommission nie von Angesicht zu Angesicht getroffen.

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