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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Warum weiße Privilegien ein Mythos sind (2)

»Rasse« wird in den USA, die sich darin – zur Zeit noch – erheblich von Europa unterscheiden, als Erklärung für alles Mögliche herangezogen. Da amerikanische Diskursströmungen regelmäßig, wenn auch mit einiger Verspätung, in Kontinentaleuropa rezipiert werden, ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch hierzulande stärker durchsetzen und – analog zu den USA – zu einer noch tieferen Spaltung jener europäischen Gesellschaften führen wird, die wenigstens ansatzweise eine Grundlage für die entsprechenden Diskussionen in der Zusammensetzung ihrer Bevölkerungen aufweisen.

»Niemand wird Politik wirklich verstehen, solange er nicht begreift, dass Politiker nicht versuchen, unsere Probleme zu lösen. Sie versuchen ihre eigenen Probleme zu lösen – von denen das erste ist, gewählt zu werden und das zweite, wiedergewählt zu werden. Was auch immer das dritte sein mag, es ist ohne Bedeutung.« Thomas Sowell in »Dismantling America«. Foto: © mackinac.org

In den USA sind sowohl die Linke als auch die Rechte – unter umgekehrten Vorzeichen – in einen permanenten Rassendiskurs verstrickt. Er ist in den Wissenschaften ebenso gegenwärtig wie in den Medien.

Das nur rassistisch denkbare »weiße Privileg« ist mittlerweile selbst unter Gebildeten zu einem bevorzugten Paradigma geworden. Extremisten jeder Couleur dient es geradezu als Universalerklärung aller sozialen Missstände. Diese Tatsache steht in einem merkwürdigen Widerspruch zu der Behauptung, es gebe überhaupt keine »Rassen«. Dieser Widerspruch lässt sich nicht ohne weiteres auflösen. Man kann einen Kuchen nicht gleichzeitig aufessen und für später aufbewahren. Genau dieses Paradoxon soll aber gegenwärtig auf vielen Gebieten in die Tat umgesetzt werden. Eine in sich widersprüchliche »große Transformation« wird auf den Weg gebracht, die voraussichtlich die Gesellschaften, die ihr nicht widerstehen, zugrunde richten wird. Das geflügelt-berüchtigte Wort Yascha Mounks vom »historisch einzigartigen Experiment«, dem die westlichen Demokratien unterworfen würden, gilt nicht nur für die Migration, sondern für eine ganze Reihe weiterer Gebiete: die Energieversorgung, die Ökonomie, den Rechtsstaat, die Grundlagen der Demokratie und so weiter und so fort. Exponenten des Klimaalarmismus drohen sogar mit einer unvermeidlichen »Kriegswirtschaft«, wenn die von ihnen geforderten Maßnahmen nicht zügig umgesetzt werden.

Im ersten Teil dieses Beitrags habe ich argumentiert, die Strategie, Diskriminierung mit der Begründung zu bekämpfen, »Rassen« seien »soziale Konstrukte«, und daher nicht real, führe sich durch ihre Selbstwidersprüchlichkeit ad absurdum. Dazu ist eine Erläuterung angebracht. Man könnte nämlich einwenden, obwohl Rassen bloße Konstrukte und damit keine Realität seien, stellten doch diese Konstrukte selbst eine soziale Realität dar: jene der in den entsprechenden Vorurteilen befangenen Bewusstseine nämlich, die aufgrund derselben handelten, als existierten Rassen tatsächlich. Man hätte es dann mit der Realität eines falschen Bewusstseins zu tun, aus der eine falsche soziale Realität hervorgehen würde. Das falsche Bewusstsein müsste aufgeklärt und erzogen und wenn dies nicht hilft, dazu gezwungen werden, seinen Irrtum einzusehen und sich der Wahrheit zu beugen.

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