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Selbsterkenntnis in der Geschichte

Das Werk »Selbsterkenntnis in der Geschichte. Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert« bietet ein Jahrhundert Anthroposophie in verdichteter Form. Erschienen ist inzwischen der erste Band. Worum es geht, beschreibt die Einleitung, von der hier ein Auszug folgt.

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Der Standpunkt des Verfassers dieses Versuchs befindet sich aufgrund der von ihm angewandten Forschungsmethode, die nicht nur ihren Gegenstand, sondern auch die Hervorbringung ihres Gegenstandes beobachtet, zugleich innerhalb und außerhalb dieses Experiments.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt nicht auf Institutionen oder Organisationen, sondern auf den Debatten, die über das Selbstverständnis der Anthroposophen geführt wurden. Gesellschaft und Bewegung sind in hohem Grade selbstreflexiv; die permanente Diskussion über die anthroposophische Identität gehört damit zum Kern der Geschichte beider. Der anthroposophische Identitätsdiskurs durchdringt alle Arbeitsfelder und sozialen Netze, die sich auf die eine oder andere Art dem gemeinsamen Ursprung verbunden fühlen, auf den sie sich beziehen. Eine Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung muss daher als Geschichte ihrer Diskurse über das eigene Selbstverständnis geschrieben werden. Dass es sich bei einer solchen Diskursgeschichte um eine spezifisch anthroposophische Form von Historiographie handelt, ergibt sich auch aus einem weiteren Gesichtspunkt.

Das Buch kann hier erworben werden. Oder in jeder Buchhandlung



Was heißt links? Eine Antwort von Roger Scruton

Was heißt links? Roger Scruton gibt auf diese Frage eine Antwort. Sir Roger Scruton ist ein englischer Philosoph und Romanautor, der einige bemerkenswerte Bücher zur Politiktheorie, zur Ästhetik, zur Philosophie der Liebe, zu Umwelt und Tierschutz und zur Kulturgeschichte verfasst hat. Er ist Mitglied der Königlichen Gesellschaft für Literatur, der Britischen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied des Inner Temple, einer der vier britischen Anwaltskammern.

Roger Scruton

Roger Scruton in Prag, 2015.

1998 verlieh ihm Václav Havel (Verfasser des Buches Versuch, in der Wahrheit zu leben) die Ehrenmedaille der tschechischen Republik für seine aktive Beteiligung am Aufbau eines Untergrund-Dissidenten-Netzwerkes in der sozialistischen Diktatur zwischen 1979 und 1989, 2019 erhielt er aus ähnlichen Gründen den polnischen Verdienstorden. Seine Erlebnisse im kommunistischen Prag verarbeitete er in einem Roman mit dem Titel Notes from Underground.

Und er war 2019 Anlass für einen kurzlebigen Skandal, als ein Journalist des New Statesman angebliche Äußerungen von ihm über ein »Soros-Imperium« in Ungarn, die »Islamophobie« als von der Muslimbruderschaft erfundenen Kampfbegriff sowie über Chinesen twitterte, die sich so glichen, wie eine Kopie der anderen. Im April 2019 wurde er wegen dieser (angeblichen) Äußerungen seines Amtes als Vorsitzender einer Baukommission enthoben, die sich um die Verschönerung und Verbesserung der Architektur in England kümmern soll.

Die Vorwürfe: AntisemitismusRassismus und »Leugnung« der Existenz von Islamophobie.

Schon damals, als Abgeordnete der Labourpartei seinen Rücktritt forderten, konnte man sich fragen, was seine Bemerkungen über Soros (einen ungarischen Juden, der in den USA Karriere als Finanzspekulant machte und weltweit FFUNGO’s fördert, die sich für eine »offene Gesellschaft« einsetzen), die kritische Nachfrage nach der Begriffsgeschichte der Islamophobie und seine Äußerungen über die chinesische Regierung, die versuche, mit ihrer Politik ihre Untertanen in Klone zu verwandeln, mit der Beurteilung seiner Eignung als Vorsitzender eines Bauverschönerungskomitees zu tun haben sollten. Als er aber im Juli 2019 von der Regierung Boris Johnsons wieder in sein Amt eingesetzt wurde, weil sich herausstellte, dass er sinnentstellend zitiert worden war, entpuppte sich die Kampagne gegen ihn vollends als Farce. Der eigentliche Grund für sie dürfte gewesen sein, dass Scruton ein ingeniöser und wortmächtiger Konservativer ist, der sich unmissverständlich gegen die Verfallserscheinungen einer Gesellschaft ausspricht, die sich entschlossen hat, im Namen des Fortschritts ihre kulturellen und spirituellen Fundamente zu zertrümmern.

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