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Schwarzbuch Wikipedia

Mobbing, Diffamierung und Falschinformation in der Online-Enzyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muss.

Begründer Jimmy Wales beteuert, das Onlinelexikon sei nahezu immun gegen Fake News. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Von der einst guten Idee ist nach rund 20 Jahren nicht viel übriggeblieben. In der deutschsprachigen Wikipedia jedenfalls haben sich Sachfehler und Desinformation sowie Mobbing und Vandalismus ausgebreitet, Personen, Parteien und Unternehmen werden gezielt diffamiert – ein Spiegel der zunehmenden Radikalisierung unserer Internetkultur.

Die vorliegende Dokumentation enthält Texte und Interviews von und mit Experten sowie Geschädigten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Sorgfältig belegte Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und bizarre Stilblüten runden das Bild ab. Das Buch zeigt aber auch Lösungswege aus dem Dilemma auf.

364 S., Euro 19,90.

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Was ist Rassismus? Was hat Anthroposophie damit zu tun?

Der Begriff des Rassismus ist wissenschaftlich und politisch höchst umstritten. Was die politische Umstrittenheit anbetrifft, genügt der Hinweis auf die UN-Konferenz gegen Rassismus in Durban im Jahr 2001, die in einem Eklat endete, als die amerikanische und die israelische Delegation diese Konferenz unter Protest verließen, weil sie befürchteten, die Politik Israels gegen die Palästinenser oder der Zionismus könnten als rassistisch verurteilt werden, wie bereits mehrfach in der Geschichte der UNO.

Aber weder die UNO noch die EU haben den Rassismus explizit definiert. Es gibt auch keinen deutschen Gesetzestext, der eine verbindliche Definition des Rassismus enthielte. Zwar existieren eine Reihe von einschlägigen Gesetzestexten und Konventionen, die sich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund von Rassenzugehörigkeit richten. Sie setzen paradoxerweise die Existenz von »Rassen« voraus  – da man ohne »Rasseneigenschaften« nicht aufgrund solcher Eigenschaften diskriminiert werden kann –, definieren aber weder den Rassismus noch die sogenannten Rassen, sondern verbieten nur die Vorenthaltung von Rechten oder die Bevorzugung aufgrund von Rasseneigenschaften. Die dekonstruktivistische oder nominalistische Deutung des Rassebegriffs wird jedenfalls von diesen Normen nicht gestützt.

Aus all diesen Texten könnte man eine implizite Definition des Rassismus herauslesen, wonach Rassismus in der Diskriminierung aufgrund von Rassenzugehörigkeit besteht. Unter Diskriminierung wiederum wäre die rechtliche Bevorzugung oder Benachteiligung aufgrund von Rasseneigenschaften zu verstehen.

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