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Gehirnsexismus! Ein Professor ist empört

Neulich platzte Larry Cahill, einem renommierten Gehirnforscher an der Universität von Kalifornien in Irvine (UCI), der Kragen. In der Zeitschrift Nature stieß er auf einen Beitrag mit dem Titel Gehirnsexismus: der Mythos, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirne haben. Der Untertitel ließ seinen Blutdruck noch mehr in die Höhe schnellen: »Die Jagd nach männlichen und weiblichen Eigenschaften im Schädel ist ein Beispiel schlechter Forschungspraxis«. 

Bei näherem Zusehen handelte es sich um die Rezension des Buches einer entfernten Kollegin, der Professorin für »kognitives Neuroimaging« Gina Rippon von der Universität Birmingham (GB), mit dem nicht weniger skurrilen Titel: Das gegenderte Gehirn: Die neue Gehirnforschung, die den Mythos des weiblichen Gehirns zertrümmert.

Cahill ließ das Ärgernis nicht auf sich beruhen, sondern wandte sich an den Herausgeber, der ihm vorschlug, einen Leserbrief zu schreiben. Das schien ihm der Bedeutung der Sache nicht zu entsprechen. Umso bereitwilliger ließ er sich auf das Angebot des australischen Online-Magazins Quillette ein, den dreifachen Skandal (Buch, Rezension und Publikation der letzteren in der Zeitschrift Nature) öffentlich anzuprangern. Er schrieb eine Polemik für dieses Forum der Unangepassten und Renitenten, das sich im englischen Sprachraum für die Freiheit des Denkens und der Rede einsetzt und der ideologischen Verformung von Wissenschaft und Gesellschaft entgegenstellt, dessen Gründer-Herausgeberin Claire Lehmann nachgesagt wird, sie sei die Stimme des intellectual dark web

Sein Beitrag, der am 29. März erschien, ist überschrieben: Denying the Neuroscience of Sex Differences, zu Deutsch etwa: Die Leugnung der Forschungsergebnisse der Gehirnforschung bezüglich der Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Gehirn – Deutsch ist eben doch eine etwas kompliziertere Sprache als Englisch.

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