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Geschichte der Anthroposophie: 1976 | Andrängende Studentenwogen

Die Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft am 11. April 1976 verlief bemerkenswert friedlich. Frühere Gesellschaftskonflikte klangen nur wie eine ferne Erinnerung in einzelnen Redebeiträgen nach, martialische Töne brachte allerdings ein Bericht Gerhard Kienles in die Versammlung, der von den Schlachten erzählte, die erfolgreich gegen das geplante deutsche Arzneimittelgesetz geschlagen worden waren. Ansonsten begegneten den Besuchern die vertrauten Gesichter der vergangenen Jahre: Rudolf Grosse, der die Versammlung präsidierte, Friedrich Hiebel, der über die Arbeit der Sektion für schöne Wissenschaften sprach, Hagen Biesantz, der von den Aktivitäten und Vorhaben der Sektion für redende und musizierende Künste erzählte, Jörgen Smit, der aus der Jugendsektion berichtete und Manfred Schmidt-Brabant, der erstmals nach seiner Berufung die Arbeit der Sozialwissenschaftlichen Sektion vorstellte. Über die Entwicklung der deutschen Landesgesellschaft und die von ihr bewegten Fragen hielt Heten Wilkens einen langatmigen Vortrag, Arne Klingborg schilderte die Situation in Schweden, Oskar Hansen die Lage in Dänemark und Johannes Zwiauer porträtierte einmal mehr die österreichische Landesgesellschaft. Erstmals wurden die Besucher der Versammlung durch Janine Hurner (1925-1994) über die anthroposophische Arbeit in Südafrika unterrichtet, aber den Höhepunkt der Veranstaltung stellten zweifellos die Feldberichte Kienles über die Auseinandersetzungen der anthroposophischen Medizin mit der deutschen Bürokratie dar. Ein Mitglied des Vorstandes war dieses Jahr entschuldigt: Werner Berger, der an Krebs erkrankt war, und sich bis zu seinem Tod in der Karwoche 1978 nicht mehr richtig erholen sollte.

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