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Geschichte der Anthroposophie: 1976 | Postume Rehabilitation – Ita Wegman und die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners

Die zweite epochale Publikation, die im Jahr 1976 erschien, war das Buch des Ehepaars Kirchner-Bockholt »Die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners und Ita Wegman«. Dieses Buch ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: es wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Art und Weise, wie Steiner mit den Ergebnissen seiner Geistesforschung umging und es rollt einen Themenkomplex neu auf, der bereits 1926 eine fatale Rolle in den Gesellschaftskonflikten gespielt hatte (siehe: 1926-1927 | Alexanderlegende und ein Zirkel von Spiritisten). Zentrales Thema des Buches ist die Reinkarnationsreihe zweier »geistiger Individualitäten«, die in Gestalt Rudolf Steiners und Ita Wegmans zu Beginn des 20. Jahrhunderts erneut zu gemeinsamem Wirken zusammengefunden hatten.

Im Gegensatz zu den versteckten und offenen Auseinandersetzungen im ersten Jahrzehnt nach Steiners Tod, die von »Gerüchten« und »Spekulationen« beherrscht waren, enthält dieses Buch keinerlei Spekulationen, sondern stützt sich auf schriftliche Dokumente aus der Hand des Geistesforschers – in einem Fall auch auf mündliche Tradition (Sigune und Schionatulander). Erstmals wurden damit Belege veröffentlicht, die jene von Steiner bereits 1910/11 teilweise angesprochenen Reinkarnationsreihen bis ins 20. Jahrhundert fortführten und bestätigten, was in den 1920er und 30er Jahren nur in Form von »Legenden« in der Gesellschaftsöffentlichkeit kursierte bzw. konfligierte. Unterstellt man nicht, Steiners diesbezügliche Forschungen seien nichts als »Spekulationen« – was sich empirisch nicht beweisen lässt und seinerseits nichts als Spekulation ist – , und unterliegt man nicht dem akademischen Reflex, diese Publikation als »hagiografische Literatur« oder dergleichen abzutun, wird man sie als eine dokumenten- und faktengestützte historische Untersuchung anerkennen müssen.

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