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Neu in Publikationen: Was heißt Geisterkenntnis in der Anthroposophie?

Unter »Geisterkenntnis« versteht Rudolf Steiner die systematische Erforschung einer höheren Wirklichkeit, welche die Realität des Alltagsbewusstseins durchdringt, diesem aber nicht gegenständlich wird. »Geist« ist nicht im »Jenseits«, in einer »Hinterwelt«, sondern Geist durchdringt alles, – alles ist Geist, auch wenn dieser nicht auf den ersten Blick als solcher erkennbar ist. Unser Alltagsbewusstsein beruht auf der Tatsache, dass diese Realität des Geistes durch unsere anthropologische Konstitution unterdrückt wird, damit sich eben dieses Alltagsbewusstsein in seiner Autonomie entfalten kann. Auch unser Alltagsbewusstsein ist geistig, eine bestimmte Form des Geistes, die durch die angedeutete Konstitution zustande kommt. Wie prekär und flüchtig diese Form ist, zeigt sich daran, dass die Aufnahme bestimmter Substanzen dieses Bewusstsein gravierend verändern kann. Es besteht auch lediglich vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Einschlafen und Aufwachen verändern die konstitutionellen Grundlagen unseres Wachbewusstseins radikal. Erstaunlicherweise spielt diese fundamentale Tatsache in den Diskussionen der Bewusstseinsphilosophie so gut wie keine Rolle. 

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