impressum  | sitemap
Sie sind hier: Anthroposophie
Teilen & Merken
26.08.2010

Philosophische Esoterik

Ein verbreitetes Vorurteil über Rudolf Steiner und die »Theosophie« räumt Robin Schmidt in einer kleinen, aber inhaltsreichen Studie beiseite. Das Vorurteil besteht in der Annahme, Steiner habe vor 1900 weder mit »Theosophie«...[mehr]


19.08.2010

Hyperaktive Diagnostiker

Bei einer Million amerikanischer Kinder und Jugendlicher soll in den vergangenen Jahren fälschlicherweise ADHS diagnostiziert worden sein, wie eine Forschergruppe um Todd Elder von der Michigan State University jüngst im »Journal...[mehr]


18.08.2010

Von der gnostischen Philosophie zur christlichen Mystik

Rudolf Steiner, der spätere Theosoph und Begründer der Anthroposophie, stand vor 1900, als er sich der Adyar-Theosophie zuzuwenden begann, in einer gnostisch-theosophischen Denkströmung, die ihre Wurzeln in der christlichen...[mehr]


02.08.2010

Statistik anthroweb.info

Seit März 2010 wurde bereits über eine Million mal auf anthroweb.info zugegriffen (ohne Suchmaschinen und Robots).[mehr]


Treffer 1 bis 4 von 48
<< Erste < Vorherige 1-4 5-8 9-12 13-16 17-20 21-24 25-28 Nächste > Letzte >>

Das Projekt Anthroposophie

Das Projekt Anthroposophie – im Unterschied zu Philosophie und Theosophie –, ist an das Werk und Wirken Rudolf Steiners (1861-1925) gebunden. Er hat dem Begriff der Anthroposophie zwischen 1902 und 1925 einen unverwechselbaren Inhalt gegeben. Jeder, der sich heute mit Anthroposophie auseinandersetzt, sei dies in Abgrenzung oder Zustimmung, muss sich mit dem Werk Steiners auseinandersetzen. Dieses hat im 20. Jahrhundert eine breite Wirkungsgeschichte entfaltet, zu der auch eine breit gefächerte kritische Rezeption gehört.

Wenn Anthroposophie hier als Projekt bezeichnet wird, dann deswegen, weil sie nach Steiners Auffassung durch sein Lebenswerk nicht abgeschlossen wurde. Schon ihre Grundlegung und Entfaltung zwischen 1883 und 1925 ist durch permanenten Wandel und Perspektivenvielfalt gekennzeichnet. Der Facettenreichtum dieses Werkes lässt es kaum zu, von der Anthroposophie zu sprechen.

Was in der zeitgenössischen Rezeption vielfach als abgeschlossene Offenbarung aufgefasst wurde, hat sich in der neueren Anthroposophieforschung als Projekt, als unabgeschlossener Entwurf erwiesen. Die spirituelle Bewegung, die heute an das Werk Rudolf Steiners anknüpft, betrachtet dieses als Ausgangspunkt für einen unabschließbaren Forschungsprozess, nicht als geschlossenes System von Lehren. In den 1990er Jahren hat diesbezüglich in der sogenannten anthroposophischen Bewegung eine grundlegende Wandlung stattgefunden. Die anthroposophische Bewegung, ein pluralistisches, kaum definitiv bestimmbares soziales Gebilde, sieht in der Mehrheit ihrer Vertreter die Notwendigkeit, Inhalt und Begriff der Anthroposophie neu zu bestimmen.

Eine solche Neubestimmung kann und muss jedoch vom Werk Steiners ausgehen. Zu was für Ergebnissen sie führt, wird das 21. Jahrhundert zeigen.

Die von Rudolf Steiner selbst herausgegebenen Schriften finden Sie unter »Grundlagen«.